7. Tag (14. Februar 2014)

Ausblick vom Camp

Ausblick vom Camp

Ausblick vom Camp

Die Nacht war ruhig, aber ich habe trotzdem kaum Schlaf gefunden. Ich hatte immer wieder Kopfweh und wusste nicht ob dies von der Höhe oder vom Liegen kommt. Am Morgen graupelt es erst einmal. Als es weitestgehend aufgehört hat stehe ich auf. Ich habe wenigstens nicht gefroren. Mein Schlafsack ist klasse. Heute ist ja mein Zusatztag, an dem es nur um die Akklimatisierung hier auf 4.300m geht. Zum Frühstück gibt es wieder das Gleiche. Obwohl ich keinen Hunger habe mache ich das Beste daraus. Anschließend mache ich mich fertig, um einen kleinen Spaziergang zur Akklimatisierung zu machen. Erst nach ein paar Minuten merke ich, dass mir ein Träger folgt, der mir einen Regenschirm hält. Komische Situation, aber ich nehme es dankend an. Wir steigen um rund 300m weiter auf und verbleiben dort bei weiterhin Schneegraupel und Nebel für rund eine halbe Stunde. Ich habe die Kamera im Zelt gelassen. Macht keinen Sinn sie mitzunehmen bei null Sicht hier oben. Jedoch gibt es zwei Minuten in denen die Wolken kurz verschwinden und wir einen Blick auf das untenliegende Camp mit dem kleinen See haben. Wohl das am schönsten gelegene Camp am Berg.

Jetzt gibt es gleich was zu essen, während sich das Camp wieder füllt. Mit jeder Minute kommen mehr Träger und bauen Zelte auf. Heute Morgen war das Gegenteil der Fall, denn da haben alle abgebaut und sind weitergezogen. Am Nachmittag lege ich mich mangels Alternativen wieder hin. Es ist weiterhin neblig und schlafen ist somit das Beste was ich machen kann. Ich habe heute Durchfall und hoffe, dass dies und auch das Wetter wieder besser wird.

Nach dem Aufstehen gibt es erst einmal Tee, wie jeden Nachmittag. Wenig später kommt auch wieder die Sonne etwas zum Vorschein. Es ist richtig angenehm, leider nach ein paar Minuten wieder vorbei. Ich treffe auf eine Gruppe Amerikaner, mit denen ich mich ein wenig unterhalte. Wie sich herausstellt wird die Gruppe von Chris Warner geleitet. Der bereits den K2 und den Everest bestiegen hat. Es ist sein sechster Aufstieg zum Kilimandscharo. Ich bin erstaunt, hier solche Vollprofis zu treffen.

Leider zieht es wieder zu, und auch heute werde ich mich direkt nach dem Abendessen hinlegen.