6. Tag (13. Februar 2014)

Aufstieg 3.Tag

Nebel im Camp

Mawenzi Tarn Camp

Die Nacht war ruhig und es hat auch nicht geregnet. Das Kopfweh ist weitestgehend verschwunden, im Gegensatz zu meinen Zweifeln ob ich es wirklich packe. Es ist heute Morgen schön die Sonne scheinen zu sehen.

Nach dem Frühstück brechen wir auf und gehen sehr langsam, da der Weg steil ansteigt. Die Sicht auf den Kibo und den Mawenzi ist unglaublich. Vor strahlend blauen Himmel sieht der Berg noch imposanter aus als sonst.

Im Lager ist heute eine größere Gruppe von Norwegern, die über siebzig Träger hat. Auf dem Weg nach oben überholen uns dann alle. Ich bin immer wieder erstaunt wie sie 25kg Gewicht schleppen und doppelt so schnell sind wie ich. Eine sehr große körperliche Leistung. Es gibt auch weibliche Träger am Berg, die das gleiche Gewicht schleppen. Echte Gleichberechtigung also. Je höher wir steigen und je weiter der Uhrzeiger voranschreitet, desto mehr Wolken ziehen vom Tal herauf. Es wird gleich merklich kälter und die Sicht beschränkt sich auf vielleicht hundert Meter. So steigen wir im Nebel weiter, machen zwischendurch immer wieder eine Pause und erreichen nach drei Stunden das „Mawenzi Tarn Camp“. Nach dem Auspacken ziehe ich mir erst einmal mehr Klamotten an. Anschließend gibt es Mittagessen. Später lege ich mich erst einmal eine Stunde hin und muss nach dem Aufstehen feststellen, dass sich die Sicht nicht verändert hat. Immer noch Nebel! Ich glaube, auf der Tour hier werde ich lernen müssen, die Zeit totzuschlagen, was alleine ziemlich langweilig ist, denn wegen des Nebels und der Kälte liegen die meisten Mitwanderer im Camp im Schlafsack oder hocken in ihren Zelten. Das Camp ist eigentlich recht nett gelegen. Es gibt einen kleinen See und man befindet sich direkt unter dem imposant aufragenden Mawenzi. Es ist nun zwei Uhr nachmittags. Ich warte aufs Abendessen und gleich danach werde ich mich wohl hinlegen.