5. Tag (12. Februar 2014)

Aufstieg am 2.Tag

Träger am Kibo

Kibo

Second Cave Camp

Mawenzi

Es war keine gute Nacht. Ich bin aufgewacht, weil es mir viel zu warm war und bin gut eine Stunde wach gelegen. In der zweiten Nachthälfte hat es dann drei Gewitter gegeben, die gut fünf Stunden Wasser aufs Zelt geworfen haben.

Ich packe meinen großen Rucksack zusammen und gehe zum Frühstück. Ich habe keinen großen Hunger, versuche aber trotzdem so viel wie möglich zu Essen. Anschließend lasse ich alles stehen und liegen und packe meinen Tagesrucksack um gemeinsam mit Derek zur zweiten Etappe aufzubrechen. Zuvor habe ich mich noch von den beiden Australiern verabschiedet, die heute bis zum „Second Cave Camp“ gehen, während ich weiter zum „Kikelelwa Camp“ in bereits 3.650m aufsteige. Erst geht es gemächlich bergan. Recht überraschend befinden wir uns bereits oberhalb der Regenwaldzone, in der Moor- und Heidelandschaft. Es ist nur Vogelgezwitscher, der Wind und das Knirschen meiner Schuhe auf dem Kies zu hören. Ansonsten herrscht Stille, so dass man fast den Eindruck bekommt alleine auf der Welt zu sein. Die Sonne zeigt sich auch ein wenig durch den Dunstschleier. Wir steigen weiter, es wird steiler und die Vegetation nimmt weiter ab und wird niedriger. Nach drei Stunden erreichen wir die „Second Cave“ in 3.250m Höhe. Hier machen wir unsere Mittagspause und verzehren unser Lunchpaket. Zuvor schauen wir uns noch die Höhle an und bekommen den ersten Besuch eines Raben, der auf einen Happen spekuliert. Anschließend zieht sich der Weg noch recht anstrengend hoch und runter zum Kikelelwa Camp auf 3.650m. Insgesamt gewinne ich nach weiteren zweieinhalb Stunden Wanderung aber nur hundert Meter. Ich spüre zum Ersten Mal ein wenig die Höhe und denke, dass es sich wieder legt.

Im Camp packe ich meine Sachen aus, da das Zelt bereits steht und alles andere auch da ist. Ich versuche mich zu erholen. Trotz Mittagssnack und Powe-Riegel habe ich einen leeren Magen. Hier im Camp kann man zum ersten Mal das Riesenkreuzkraut am Kili bewundern.

Der schneebedeckte Gipfel des Mount Mawenzi ist sehr schön zu sehen. Sein Base Camp, welches um weitere 700m höher liegt, wird unser morgiges Ziel sein. Gegen Abend wird es bereits schon recht kalt und ich fange an zu frieren. Deshalb lege ich mich gleich nach dem Abendessen in den Schlafsack und kann nicht verhindern einzuschlafen.