2. Tag (09. Februar 2014)

Kili Airport

Hotel in Moshi

Addis Abeba ist ein richtig afrikanischer Flughafen. Die Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle ist atemberaubend lang. Mit der Zeit werden jedoch doch noch alle drei Bänder geöffnet, so dass es ein bisschen schneller geht. Die Kontrolle selbst ist wohl eher ein bisschen Show, als dass es was genützt hat. An den Gates werden keine Flüge angezeigt und es stauen sich die Menschen. Irgendwann wird mein Flug aufgerufen und eine weitere Masse an Menschen setzt sich in Bewegung. Nach weiteren 2½ Stunden Flug komme ich ziemlich müde am Kilimandscharo International Airport an.

Da ich sehr weit vorne in der Maschine sitze komme ich mit den ersten an der Einreise an, fülle noch schnell mein Kärtchen aus, bezahle meine Gebühr fürs Visum und komme dann durch die Einreise ohne lange warten zu müssen. Am Gepäckband werde ich dann jedoch richtig nervös. Die beiden Bänder sind sehr klein und man kann die Leute sehen, die die Gepäckstücke hinter der Wand aufs Band legen. Mein Rucksack ist aber nach dem Ausladen noch gar nicht. Auf meine Frage, ob noch weiteres Gepäck komme, war die Antwort: „Das war’s!“ Ich wollte schon mein Gepäck als verloren melden, als ich sehe, dass nochmals zwei Container vom Flugzeug herübergebracht werden. Mein Rucksack ist also doch dabei. Uff!

Der Typ, der mich abholt, wartet vor dem Flughafengebäude und der Fahrer taucht auch gleich anschließend auf. Ich gehe derweil noch schnell Geld tauschen und etwas zum Trinken kaufen. Nach rund einer Stunde Fahrt erreiche ich das Hotel im Moshi. Ich checke ein und ruhe mich ein wenig aus.

Dann gehe ich zum Pool runter, trinke ein Bier und treffe dort Frank, Gerhard und Udo, drei Monteure, die hier eine Brauereianlage aufbauen und in Betrieb nehmen.

Dabei erfahre ich, dass dieses Jahr die Regenzeit viel früher eingesetzt hat als sonst üblich, und viel Schnee gefallen sein soll. Morgens soll man den Gipfel sehen können. Dann bin ich mal gespannt auf morgen früh.

Am Abend treffe ich noch auf Gabi und Andy aus Österreich und wir kommen bei einem Glas Wein ins Gespräch. Sie sind heute wieder vom Gipfel zurückgekehrt und berichten, dass sie am Gipfeltag einen Schneesturm mit einer Sichtweite von nur einem Meter hatten. Ich hoffe, dass es bei meinem Gipfeltag besser sein wird. Mein Respekt vor dem Berg steigt jedoch. Da ich ziemlich müde bin gehe ich früh schlafen, und mache mich mit dem Gedanken vertraut, dass es wohl etwas anders laufen wird als ich mir das vorgestellt habe.