10. Tag (17. Februar 2014)

Blick auf den Kibo

Moorlandschaft

Regenwald

Regenwald

Ich habe gut geschlafen. Als ich aufstehe ist die Sicht klar und der Kibo ist ein letztes Mal zu sehen. Vor dem Frühstück packe ich alles zusammen und meine Crew tritt nochmals zusammen, um die Übergabe des Trinkgelds zu zelebrieren. Nachdem aller Dank ausgesprochen ist, breche ich zusammen mit Derek auf, um die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Wir werden heute rund 2.000m über eine Distanz von 22km bis zum Marangu Gate des Nationalparks absteigen.

Was gleich auffällt ist, dass auf dieser Seite des Berges die Klimazonen viel ausgeprägter zu erkennen sind. Zuerst befinden wir uns noch in der Moorlandschaft. Wir sehen das berühmte Riesenkreuzkraut des Kilimandscharo, das auf dieser Höhe gedeiht. Es gibt heute Morgen eine klare Sicht ins Tal und auch über die Hänge des Berges. Wir haben einen schnellen Schritt drauf und erreichen nach drei Stunden bereits das Marangu Camp und haben damit die Hälfte der Höhenmeter bereits hinter uns gebracht. Nach einer kurzen Pause steigen wir gleich weiter ab. Die Landschaft ändert sich schlagartig. Wir sind im Regenwald angekommen. Zu unserer Freude sehen wir noch Colorbus Affen hoch in den Bäumen. Gleich anschließend sehen wir auch noch die selteneren „Blue Monkeys“ in den Bäumen, wo sie nach Nahrung suchen. Es ist toll, solche Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können. Aber auch der Weg selbst durch den dichten Regenwald ist wunderschön zu gehen. Das Beste jedoch ist, dass alle Leute die uns entgegenkommen es noch vor sich haben. Ha!

Nach insgesamt fünf Stunden, an Stelle von geplanten sieben, sind wir super schnell am Gate angekommen. Die Träger warten aber auch dieses Mal bereits wieder auf uns. Abgekämpft aber glücklich checke ich an der Registrierung aus. Der Crew gebe ich noch ein Bier aus. Alle sind glücklich übers Bier, kein Wunder nach sieben Tagen Wasser und Schwarztee. Wir fahren zurück nach Moshi. Im Büro gebe ich noch die Stöcke zurück und dann geht es ins Hotel. Ich packe erst mal alles zum Trocknen aus. Nach einer ausgedehnten Dusche setze ich mich bei angenehmen 25°C unten auf die Terrasse. Dort treffe ich auf die Monteure von letzter Woche. Das erste Bier zischt und auch die Spagetti schmecken richtig lecker. So sitzen wir bei einigen Bieren noch bis spät in den Abend zusammen. Gleich nebenan sitzen zwei Mädels aus der Schweiz, die morgen aufbrechen werden. So kann ich gleich noch ein paar Tipps und Erfahrung weiter geben.