30. Tag (03. Mai 2013)

Inka Trail - Lares Trek

Inka Trail - Lares Trek

Inka Trail - Lares Trek

Lares Trek - Passhöhe

Als die Sonne aufgeht werde ich wach und stehe auf. Es ist immer noch sehr kalt, aber uns wird heißer Tee gereicht und dieser wärmt von innen. Erst heute bei Tageslicht zeigt sich das Hochtal von seiner ganzen Schönheit. Überragt von zwei schneebedeckten Gipfeln und durchströmt von einem glasklaren Gebirgsbach.

Vor dem Frühstück packen wir wieder unsere blaue Tasche und stellen sie für die Mulis bereit. Die Zelte werden auch abgebaut, so dass wir eine richtig bequeme Tour haben. Nach dem Frühstück machen wir uns bereit, die zweite Etappe in Angriff zu nehmen. Heute geht es über den Pass ins Nachbartal. Den Aufstieg bewältigen wir mit ein paar Pausen recht gut. Jeder läuft sein Tempo und so zieht sich die Gruppe recht weit auseinander. Zuerst geht es über Wiesen hinweg. Der Blick weitet sich immer mehr, je weiter wir aufsteigen. Die schneebedeckten Fünftausender auf beiden Seiten des Tals leuchten in der Morgensonne, und wir haben klaren Blick. Weiter geht der Weg über ein Geröllfeld, was es nicht wirklich einfacher macht. Als wir weiter aufsteigen, entdecken wir noch zwei Seen, die sich am Fuß des Passes befinden. Wir steigen höher und erhalten einen wunderschönen Blick auf den 5.835m hohen Sahuasiray mit seinen Gletschern. Gleich anschließen erreichen wir unsere Passhöhe in 4.760m Höhe. Auf den Erfolg gibt es zunächst einmal einen Pisco Schnaps.

Von der anderen Passseite ziehen Wolken hoch und es ist recht frisch. Wir steigen ab und durchlaufen eine wunderschöne Landschaft. Die einzigen Menschen denen wir begegnen sind unsere Muli-Treiber, die uns im Laufschritt überholen, um die Küche wieder rechtzeitig aufzubauen und Mittagessen zu kochen. Ansonsten ist keine Menschenseele zu sehen. Nach rund neunhundert Meter Abstieg machen wir an einem See Rast und genießen unser Mittagessen. Wieder Tee, warme Suppe und ein Hauptgericht. Den restlichen Abstieg, der an einem Wasserfall vorbei führt, bewältigen wir in recht kurzer Zeit. Da sich die Gemeinde Quishuarani auf 3.800m Höhe befindet, wird die Nacht wieder recht kalt. Hier haben wir aber einen Raum in dem wir unser Essen einnehmen können, so dass es zum Essen ausreichend warm ist. Die Leute verabschieden sich jedoch auch heute recht früh um in den Schlafsack zu kriechen. Ich ziehe wieder alles an was ich dabei habe und somit es ist einigermaßen warm im Schlafsack.