26. Tag (29. April 2013)

Isla del Sol

Floating Villages

Floating Villages

Floating Villages

Heute haben wir wieder einen sehr gemütlichen Start. Zuerst einmal geht es über die Grenze nach Peru. Dieser Grenzübertritt ist sehr viel unkomplizierter und schneller als alle die wir zuvor hatten. Die Pässe sind schnell gestempelt, aber wir haben große Schwierigkeit mit dem Truck. So warten wir mehr als zwei Stunden bis endlich klar wird, dass wir den Truck nicht über die Grenze bekommen, weil entscheidende Papiere nicht vorhanden sind. So entschieden wir auszusteigen, das große Gepäck zurück zu lassen und zu Fuß die Grenze zu überqueren. Auf der anderen Seite fahren wir erst einmal mit Taxis in die nächste Stadt, was nicht sehr weit ist. Dort chartern wir zwei moderne Minibusse und fahren nach Puno, unserem heutigen Ziel. Yves musste mit dem Truck erneut zurückbleiben und wieder nach Copacabana zurück fahren um Kontakt mit La Paz aufzunehmen, damit er sich die richtigen Papiere faxen zu lassen. D.h. es ist nicht ganz klar wann wir den Truck und das Gepäck wiedersehen werden. Die Fahrt mit den Minibussen war recht komfortabel und deutlich schneller als mit dem Truck. Die Strecke führt immer am Ufer des Titikaka Sees entlang nach Puno. Es fällt auf, dass das Ufer deutlich flacher und weitläufiger als auf der bolivianischen Seite ist. Unser Fahrer drückt mächtig drauf. Wir können Zeit aufholen und haben alles in Allem nur rund eine halbe Stunde verloren, so dass es uns noch reicht die schwimmenden Dörfer des Titikaka Sees zu besuchen.

Heute Nachmittag werden wir von Tuktuk abgeholt und fahren an den Hafen. Von dort aus geht es mit Booten hinaus auf den See. Im flachsten Bereich des Sees haben sich die Uros angesiedelt und leben auf Inseln im See. Sogenannte schwimmende Dörfer aus Reet, welches immer wieder ersetzt werden muss. Als wir dort nach rund einer halben Stunde ankommen, legen wir an einer der Inseln an. Hier wird uns die Lebensweise der Uros und der Aufbau der schwimmenden Inseln erklärt. Dies ist recht interessant, auch wenn der ganze Ort voll auf Tourismus ausgerichtet ist. Immerhin leben hier noch rund 2.000 Menschen auf dem See und haben sogar eine Schule vor Ort. Zum Abschluss setzen wir noch mit einem Reedboot zu einer weiteren Insel über, auf der allerlei Handarbeiten verkauft werden. Dann geht es wieder zurück nach Puno. Dort angekommen, hören wir im Hotel die gute Nachricht, dass Yves es mit dem Truck geschafft hat über die Grenze zu kommen. So wird er wohl spät am Abend in Puno ankommen.

Da am Abend kein weiteres Programm angesagt ist, gehe ich in die Stadt, um etwas zu Essen zu finden. Am großen Platz steht eine hübsche Kathedrale und es gibt dort sogar eine Einkaufsstraße mit Läden und Restaurants. Alpaka- Medaillons überbacken mit Käse und Brokkoli ist meine Wahl.