17. Tag (20. April 2013)

High Altiplano

High Altiplano

High Altiplano

High Altiplano

High Altiplano

High Altiplano

Nachdem wir gestern, nach dem Sternegucken erst kurz vor zwei im Bett waren geht es heute bereits kurz nach sechs wieder aus den Federn, weil wir rechtzeitig an der Grenze sein wollen um heute die Altiplano in Angriff zu nehmen. Nach dem Grenzübergang, was wieder eine gefühlte Ewigkeit gedauert ha,t fahren wir wieder den Passo Jama hinauf und müssen zwischendurch wegen unseres überhitzten Motors eine Pause einlegen. Doch schließlich erreichen wir oben die Bolivianische Grenze und können passieren.

Nun sind wir also auf der Altiplano. Es eröffnet sich uns nach der Grenze ein sehr weitläufiges Gebiet und der Blick schweift in alle Richtungen an den kargen Berggipfeln entlang. Unseren ersten Stopp machen wir am weißen See, steigen aus und gegen ein Stück am Ufer entlang. Es ist eine atemberaubende Gegend. Der See erscheint wirklich mit weißer Oberfläche und die Berge spiegeln sich darin. Etwas weiter befindet sich der grüne See. Hier kann man die Farbe nur sehen, wenn der See vom Wind aufgewühlt wird. Wir haben heute aber eine spiegelglatte Oberfläche, deshalb spiegelt sich jedoch der dahinterliegende Licancabur Vulkan wunderbar darin. Man kann sich gar nicht an den Farben und Formen satt sehen. Egal in welche Richtung man schaut, man entdeckt immer wieder Neues. Dann fahren wir weiter und die Piste steigt weiter an. Wir machen einen Fotostopp an einer Stelle wo es aussieht wie die Landschaft auf Fotos vom Mars, wird aber Salvado- Dali- Wüste genannt. Auch die Weite und die gigantische Dimension sind kaum zu fassen. Absolut vegetationslos liegt vor uns eine riesige Sanddüne, die sich zwischen zwei Bergen befindet. Darin sind ein paar Felsen zu sehen, die aussehen, als würdensie von einer Welle mitgerissen. Etwas weiter erreichen wir die Lagune Salada an der wir mittagessen. Auch dort ist die Aussicht durch die umliegenden, zum Teil schneebedeckten, Berge atemberaubend. In die Lagune ergießen sich noch heiße Quellen, die ein kleines Badebecken füllen. So entschließe ich mich als einziger der Gruppe spontan baden zu gehen. Das Wasser hat deutlich über 30°C und der Ausblick ist gigantisch. Es hat mir richtig erfrischt und es ist auch nicht kalt als ich das Becken wieder verlasse.

Nachdem alles wieder zusammengeräumt ist fahren wir weiter. Die Piste steigt immer noch an. Wir erreichen die höchstgelegenen Schlammquellen der Welt. Von den Geysiren sehen wir zu dieser Tageszeit nur eine Dampfwolke. Die Schlammpfützen sind nicht besonders groß, aber für eine Höhe von 4.960m doch sehr bemerkenswert. Nach ein paar Fotos fahren wir weiter zur höchsten Stelle, die wir auf dieser Reise erreichen werden: 5.020m! Dort gibt es auch ein Schild, wo natürlich das obligatorische Foto fällig ist. Weiter geht es über die High Altipano und deren Ausblicke. Ich schaue die ganze Zeit aus dem Fenster und kann mich gar nicht an den Farben, Bergen und dem herrlich blauen Himmel satt sehen. Am Nachmittag erreichen wir die Lagune Colorada, einen weiteren Salzsee, an dem wir aussteigen und ein wenig spazieren gehen, weil im roten Wasser des Sees Flamingos zu sehen sind. Der Wind pfeift ordentlich und wir sind froh als wir wieder einsteigen können. Von jetzt an geht es über recht ruppige Schotterpisten nach Villimar auf 3.800m hinunter zu unserem heutigen Ziel.

Ich habe auf Grund der Höhe ziemliche Kopfschmerzen, wie die meisten von uns, aber wir gehen davon aus, dass sie bald wieder verschwinden werden. In Villimar übernachten wir in einem sehr einfachen Homestay. Es war ein sehr langer Tag heute und ich gehe unmittelbar nach dem Essen ins Bett.