15. Tag (18. April 2013)

Passo Jama

Passo Jama

Passo Jama

Passo Jama

Passo Jama

Passo Jama

Heute gibt es einen sehr frühen Start. Um 5:00Uhr fahren wir bereits los und verlassen Salta in 1.187m Höhe in Richtung Saint Petro de Atacarma in Chile. Wir haben eine lange Strecke vor uns und überqueren die Altiplano dabei. Bei Sonnenaufgang erreichen wir den Fuß des Passes Jama. Die Straße führt zuerst durch ein enges Tal, wobei die Bergspitzen bereits von der Sonne zum Leuchten gebracht werden. Die Straße schraubt sich am Ende des Tals über zahlreiche Serpentinen weiter in die Höhe und wir bekommen einen Blick auf die umliegenden Berge. Wir kommen langsam voran da die Straße recht steil ist. Immer wieder habe ich den Eindruck, dass wir nun oben sein müssten, aber ich täusche mich mehrmals und es tauchen immer wieder neue Serpentinen auf. Die Ausblicke werden jedoch immer besser. Zwischendurch machen wir noch einen Stopp um Fotos zu schießen. Als wir dann nach über einer Stunde die Passhöhe erreichen befinden wir uns in 4.200m Höhe. Die Luft ist spürbar dünner und es ist auch merklich kühler. Die Straße zieht sich weiter so hin bis wir wieder auf 3.400m hinuntergefahren sind und eine riesige Salzebene durchqueren. In der Mitte machen wir einen Stopp und lassen uns von der phantastischen Landschaft in Beschlag nehmen. Die Salzpfanne wird rings um von Bergketten umsäumt. Man weiß gar nicht in welche Richtung man zuerst schauen soll.

Wir fahren weiter und befinden uns immer noch auf der Hochebene. Wir kommen an einem weiteren Salzsee vorbei, auf dessen Oberfläche sich der dahinterliegende Berg prächtig spiegelt. Leider halten wir hier nicht an, so dass mir nur bleibt aus dem Fenster Fotos zu schießen. Es geht anschließen wieder steil bergan. Hinter einer Kurve erreichen wir die Passhöhe in 4.810m Höhe und der beeindruckende 6.000m hohe Vulkan Licancabur kommt in Sicht. Von hier aus führt die Straße über eine nur scheinbar sanft abfallende Schutthalde, mehr oder weniger geradeaus hinunter in die Atacarma Wüste nach San Petro de Atacarma.

Etwa nach zwei Drittel der Strecke müssen wir anhalten weil unsere Bremsen überhitzt sind und leicht qualmen. Deshalb wundert es auch nicht, dass sich nach jedem halben Kilometer sich eine Notfallspur aus Sand und Kies an der Seite befindet. Je tiefer wir kommen desto mächtiger erscheint der Vulkan an unserer Seite. Nach der Pause, die ich zum Fotografieren verwendet habe fahren wir das letzte Stück hinunter und erreichen die chilenische Grenze direkt am Ortseingang. Wir bekommen unseren Stempel in den Pass und müssen anschließen den ganzen Truck ausräumen um alle Taschen einzeln durchleuchten lassen, da die Einreise mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht gestattet ist. Dies dauert natürlich eine Weile.

Schlussendlich dürfen wir fahren und erreichen wenige Minuten später unser Hostel. Es ist ziemlich voll. Der zweite Dragoman Truck ist auch noch hier und so schlafen wir in gemischten Räumen mit anderen Gästen des Hostels zusammen. Aber besser ein Bett hier im Hostal, als im Zelt zu übernachten. Nachdem sich alle irgendwo niedergelassen haben treffen wir uns wieder und gehen in die Hauptstraße um unsere Tour zum Sterne gucken zu organisieren. Morgen Abend können wir das machen. Dann noch schnell zum Geldwechsler um die Argentinischen Pesos, die Chilenischen Pesos, die Bolivianischen Bolivar und die US-Dollars auf die Reihe bekommen. Das geht sehr schnell und unkompliziert, so dass wir anschließen gemeinsamen zum Essen gehen können. Es war sehr lecker und das Bier dazu hat auch geschmeckt. Ich war hundemüde und habe mich gleich schlafen gelegt.