12. Tag (15. April 2013)

Quillmes Ruinen

Cafayate

Cafayate

Heute Morgen stehen wir verhältnismäßig spät auf, weil die Strecke nicht so lang ist wie gestern. Nach dem Frühstück wird wieder alles zusammengepackt und wir fahren los. Die Berge leuchten in der Morgensonne und der Himmel ist wieder stahlblau. Es geht weiter den Berg hinauf zur Passhöhe. Wir legen noch zwei Fotostopps ein um den gigantischen Ausblick besser fassen zu können. Vor allem auf der anderen Passseite erstreckt sich ein weites Tal mit noch höheren Bergen im Hintergrund. Ich kann gar nicht genug davon bekommen aus dem Fenster zu schauen. Als wir unten das Tal erreichen fahren wir links ab und machen einen Zwischenstopp an den Quillmes Ruinen, die wir uns anschauen. Die Quillmes waren Indianer, die seit dem 8.Jahrhundert hier gelebt haben. Die Inka Zeit konnten sie noch überstehen, jedoch als die Spanier angekommen sind waren sie nach dem dritten Krieg verloren. Die übrig gebliebenen Indianer wurden auf einen Marsch mach Buenos Aires geschickt. Nach einer Distanz von 1.500Km sind nicht mehr sehr viele angekommen.

Die Häuser, deren Grundmauern heute noch stehen waren aus Stein gebaut und das Dorf umfasste rund 6.000 Einwohner. Es ist am Hang gelegen. Als ich hineingehe und damit höher steige ergeben sich herrliche Ausblicke auf das Tal und von der Seite auf die Ruinen. Vor allem bei diesem Wetter ist es eine wahre Freude diesen Anblick zu genießen. Nach einer Stunde brechen wir wieder auf, obwohl man hier hätte den ganzen Tag verbringen können. Aber wir wollen weiter nach Cafayate, einer kleinen Stadt in der Nähe, welche die zweite bedeutende Weinregion von Argentinien darstellt. Wir machen Halt an einem Zeltplatz in der unmittelbaren Nähe der Stadt. Unser vorgekochtes Essen ist schnell zubereitet und die Truppe kann essen. Danach machen wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt und ich besuche drei Winzer zur Weinprobe. Die argentinischen Weine sind herrlich, besonders der Malbec, aber auch der Tannat. Anschließend saßen wir noch gemütlich bei einem Kaffee zusammen, bevor wir zum Zeltplatz zurückgegangen sind.

Dann war ich wieder mit der Kochgruppe an der Reihe. Wir haben Kartoffelbrei, Gemüsepfanne und Würstchen gemacht. Mit guter Musik und ein bisschen Party ging die Sache dann gut vor der Hand und wir hatten mal wieder was Warmes im Magen.

Später am Abend haben sich noch vier Leute gefunden um in der Stadt noch etwas trinken zu gehen. Wir sind also zurück zum Hauptplatz gegangen und haben uns dann entscheiden einen Kaffee trinken zu gehen und ein Eis zu essen. Da hier aber nicht wirklich viel los war haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht und sind auf dem Zeltplatz noch auf ein paar Weintrinker gestoßen.