7. Tag (26.Oktober 2012)

Catedral de Havannna

Gran Teatro

Amerikanisches Blech

Havanna

Havanna

Plaza de San Francisco

Was für eine Nacht! Heute Morgen um 3:40Uhr werde ich angerufen und erfahre, dass mein Flughafen Transfer nun da sei und auf mich warte. Ich habe meine Zweifel und frage nach. Daraufhin wird mir erklärt, dass der Taxifahrer nach meinem Namen gefragt habe und ich doch nach Santiago de Cuba fliegen werde. Aus dem Schlaf gerissen stelle ich mir die Frage, ob da was schief gelaufen ist, da ich ja mit meiner Tour wirklich nach Santiago fliegen werde, aber doch erst in zwei Tagen und auch nicht so früh am Morgen. Ich mache den Safe auf und schaue in meinen Unterlagen nach, prüfe auch noch das Datum, indem ich mein Mobil- Telefon einschalte. Eigentlich kann es nicht sein. Nach zwanzig Minuten mache ich wieder das Licht aus und versuche weiter zu schlafen, was aber irgendwie nicht mehr so gut klappt.

Heute Morgen gehen wir später zum Frühstück und ich versuche, mir durch den Concierge des Hotels bestätigen zu lasse, dass meine Tour erst morgen im Hotel Victoria losgeht. Er ruft an und ich bekomme den Hörer. Fünf Minuten lang versuche ich, meinem Gegenüber zu erklären was ich möchte, aber am anderen Ende der Leitung scheint völlige Ahnungslosigkeit zu herrschen. Nun ja, ich gebe auf und hoffe, dass doch noch alles klappt.

Gegen Mittag fahren wir mit dem Taxi in die Stadt, wir wollen erneut versuchen uns eine Zigarrenfabrik anzuschauen. Das Taxi, welches von Nancy gesteuert wird, ist ein Ford A-Model aus den zwanziger Jahren in dem ein Käfer-Motor verbaut wurde. Als wir an der Zigarrenfabrik ankommen, müssen wir leider feststellen, dass diese ebenfalls geschlossen ist und wir diese deshalb nicht anschauen können. Wir fahren weiter, weil Nancy noch eine Idee hat. Wir sind voller Erwartung und kommen dann an einer Rum-Fabrik an. Dort schauen wir uns also die Lagerung und Abfüllung von Rum an. Nun ja – so viel zur Verständigung. Im Verkaufsladen gibt es jedoch auch noch Zigarren zu kaufen und so ich nehme welche mit, wobei ich noch nicht weiß, ob ich diese selber rauchen werde oder sie als Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Als wir die Stätte unserer Zigarren Kauflust wieder verlassen beschließen wir, uns durch den Tunnel auf die andere Seite zur Festung „Fortaleza de San Carlos de la Cabana“ fahren zu lassen. Es ist eine riesige Anlage, die hoch über der Hafeneinfahrt thront und sich in sehr guten Zustand befindet. Die Anlage wurde um 1765 gebaut und ist mit zahlreichen Kanonen bestückt, wobei selbst Kanonen von Krupp zu sehen sind. Wir wandeln durch die Anlage, schauen ausgiebig auf die Stadt und machen noch eine Pause bei einem Soft Drink.

Danach gehen wir weiter und passieren dabei die Christus-Statue, welche aber aktuell eingerüstet ist und deshalb kaum sehenswert. Wir gehen den Berg hinunter zum Fähranleger, um wieder zur Stadt über zu setzen. Da wir nicht wissen, wo der Fähranleger is,t versuchen wir zu fragen und müssen feststellen, dass wir direkt davor stehen. Es ist ein derart unscheinbares Gebäude, dass wir es nicht erkannt haben. Die Fähre selber war dann auch entsprechend. Das Boot war in einem Zustand wie die Autos, aber es schwimmt und der Motor läuft, auch wenn die Schwimmwesten fehlen.

Wieder in der Stadt angekommen streifen wir noch durch die Gassen und besuchen die andere berühmte Ernest Hemingway Bar „Bodeguita del Medio“, in der er immer seinen Mojito getrunken haben soll. Leider haben wir keinen Platz darin gefunden und sind deshalb weiter gezogen. In der Folge haben wir noch Restaurant mit Live- Musik gefunden wo wir noch ein Bier trinken. Als wir uns in einem weiteren Restaurant niedergelassen haben kommt langsam die Sonne raus und es wird gleich spürbar wärmer.

Auf dem Rückweg zum Hotel nehmen wir unser bisher schönstes Taxi. Ein Ford A-Model aus den zwanziger Jahren mit sehr viel Beinfreiheit und wenig Kofferraum. Es ist sehr gut restauriert und der Fahrer entsprechend stolz darauf.

Wieder im Hotel mache ich mich erst einmal frisch und am Abend machen wir uns wieder auf den Weg in die Stadt um was zu essen und die Stadt bei Nacht zu genießen.