14. Tag (02. November 2012)

Camaguey Hotel Party

Heute starten wir mit einer öffentlichen Fahrradtour quer durch die Stadt. Es ist soweit ganz entspannt, und wir lernen die Stadt ein wenig kennen. Die einzelnen Plätze, die wir anfahren sind sehr schön, aber auch nicht wirklich spektakulär. Den Markt schauen wir uns dann etwas ausführlicher an. Hier werden Waren des täglichen Bedarfs frei gehandelt, was erst seit wenigen Jahren auf Kuba erlaubt ist. Am Ende der Tour verabschieden wir uns von unseren unbekannten mit Fahrradfahrern und genießen noch eine Kukola in einer Bar am Hauptplatz der Stadt. Anschließend trennen sich die Leute auf und genießen den freien Nachmittag. Ich versuche in einer Bank Geld zu wechseln und ziehe deshalb eine Nummer. Das Problem ist nur, dass die Nummern nicht der Reihenfolge nach aufgerufen werden, sondern willkürlich. Dadurch kann man leider nicht abschätzen, wie lange man noch warten muss. Ich warte und schaue mir das Treiben an. Manche Leute stehen über eine halbe Stunde am Schalter und es werden permanent Papiere gestempelt. Andere wiederum stehen am Schalter und scheinen auf irgendetwas zu warten oder sich zu unterhalten. Zudem habe ich nach einiger Zeit den Eindruck, dass manche Leute sehr viel schneller bedient werden als andere. Jedenfalls entscheide ich mich ich nach einer Stunde, mir das nicht länger anzutun, zerknülle meinen Zettel mit der Nummer drauf und gehe. So laufe ich durch die Stadt, schaue mich nach einer anderen Bank um, in der Hoffnung, dass es dort schneller geht. Was leider nicht der Fall ist, da hier die Leute schon auf der Straße anstehen und warten. Nun gut, dann versuche ich es eben erst nach dem Wochenende in Trinidad. Doch plötzlich stehe ich neben einem Western Union Schalter und versuche dort mein Glück. Und tatsächlich: Innerhalb weniger Minuten ist mein Geld gewechselt und ich bin bis zum Ende der Tour versorgt. Ich gehe kurz ins Hotel zurück, wo ich alles, was ich nicht mehr brauche zurücklasse und verziehe mich anschließend in eine Bar um etwas zu essen und den Nachmittag zu genießen.

Am Abend sind wir gemeinsam ins Restaurant 1800. Essen gegangen, welches erst seit kurzem als privat geführtes Restaurant eröffnet wurde. Es ist sehr stilvoll eingerichtet und auch das Essen war sehr lecker. Drei Musiker mit Gitarre haben währenddessen die ganze Zeit gespielt, so dass wir einen sehr schönen Abend hatten.

Danach wollten wir noch in eine Flamenco-Bar. Diese hatte allerdings geschlossen, so dass wir wieder in der Hotellobby bei Rum und Kukola geendet haben.