7. Tag (24. November 2011)

Motorradtour

Tu Duc Königsgrab

Tu Duc Königsgrab

Parfüm River

Motorradtour

Wir treffen uns heute Morgen erst um 9:00Uhr. Es stand gestern zur Debatte ob wir eine Bootstour auf dem Parfüm River machen oder ob wir diese Tour noch mit einer Motorrad Tour kombinieren. Alle haben sich für eine Motorradtour entschieden. So sind wir also startklar und sitzen auf. Jeder hat seinen eigenen Fahrer, und nach dem Schlachtruf: “eins, zwei, drei; Hüha!“ fahren wir los. Zuerst schlängeln wir uns durch die Straßen von Hue mit seinem ganzen Verkehr. Danach biegen wir ein paar Mal ab und befinden uns auf einem kleinen Weg, der einem Kanal folgt. Die Geschwindigkeit ist nicht sehr hoch, allerdings ist es recht eng und uns kommen immer wieder andere entgegen. Zwischendurch passieren wir zwei Märkte und fahren wohl einigen auch durch die Küche. Es scheint jedenfalls so. Wir verlassen die Stadt und es sind die ersten Reisfelder zu sehen. Unseren ersten Stopp machen wir an einem einfachen Reismuseum, in dem uns recht anschaulich erklärt wird wie hier vor Jahren der Reis verarbeitet wurde. In etwa so ähnlich wie wir unseren Weizen verarbeitet haben. Anschließend besuchen wir noch den Markt dort. Dabei traue ich immer wieder kaum meinen Augen, wenn das Fleisch, der Fisch und auch sonst alles einfach so verarbeitet und verkauft wird. Zwischen den Ständen und den Lebensmitteln laufen noch die Hühner und Hunde herum. Die Enten sind zum Glück in einem Käfig eingesperrt.

Wir sitzen wieder auf und fahren weiter quer durch das Umland und die Stadt. Es ist ein großartiges Erlebnis mit den Motorrädern unterwegs zu sein, besonders weil mein Fahrer so klein ist, dass ich über ihn hinwegsehen kann. Wir kommen etwas nach außerhalb und durchfahren einen riesigen Friedhof, der sich einfach in einem Tal erstreckt. Es wird auf jeden Fall grüner rechts und links des Weges. Es wohnen aber immer noch Leute hier. Es wird einfach an jeder Ecke gebaut und gelebt.

Wir erreichen das Tu Duc Königsgrab und besichtigen dieses auch ausführlich. Die Anlage erstrahlt mit einem Pathos und ist parkähnlich angelegt. Man ist ein wenig an Indiana Jones Filme erinnert, wenn man die Gebäude sieht. Alles scheint recht verfallen und alt zu sein. Die Natur braucht wohl nicht mehr lange, um es zu übernehmen. Die Gräber an sich sind sehr sehenswert und ich mache einige Fotos.

Unser nächster Stopp ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf den Parfüm River. Hier steht auch noch ein Bunker aus dem Vietnam-Krieg. Die Aussicht ist schön und wir können beobachten wie im Fluss Sand für die Zementindustrie gewonnen wird. Auf dem Weg zum Essen fahren wir über die Eisenbahnbrücke, um den Parfüm River zu überqueren. Dabei ist der Steg für die Mopeds so schmal, dass nur wenige Zentimeter zwischen Lenker und Absperrgitter verbleiben. Mein Fahrer wackelt zwischendurch schon recht arg, aber wir kommen unbeschadet durch das Nadelöhr durch. Essen gehen wir in ein Lokal in welches nur Einheimische zum Essen gehen. Es ist lecker und wir stellen fest, dass man auch noch viel günstiger als günstig hier essen gehen kann. Man muss nur wissen wo. Weiter geht es durch die Straßen zur Thien-Mu Pagode. Eine siebenstufige Pagode mit angeschlossenem Tempel oder Kloster für buddhistische Mönche. Nach einer Stunde verlassen wir die Anlage. Nun beginnt unsere Bootstour auf dem Parfüm River. Eine recht langweilige Sache, und alle sind recht froh, dass wir uns für die Motorrad Tour entschieden haben. Von der Anlegestelle aus fahren wir anschließend wieder mit den Motorrädern direkt zum Hotel zurück. Ein klasse Tag geht zu Ende.

Als wir gegen später auf den Markt gehen wollen regnete es, und wir entscheiden uns sehr schnell dafür, es zu lassen und noch ein bisschen im Hotel zu bleiben. Vielleicht hört es ja bald wieder auf. Nach dem Essen beschließen wir den Tag auf der Dachterrasse des Imperial Hotels bei einem Drink und dem Blick über die Stadt.