17. Tag (04. Dezember 2011)

Angkor Wat

Angkor Wat

Angkor - Ta Prohm

Angkor - Ta Prohm

Angkor - Ta Prohm

Angkor Phnom Bakheng

Wir stehen heute Morgen sehr früh auf, weil wir den Sonnenaufgang über dem Tempel von Angkor Wat erleben wollen. Mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang sitzen wir im Bus und fahren Richtung Tempel. Es ist bereits sehr viel los. Eine ganze Schlange von Bussen ist unterwegs. Heute findet auch noch ein Halbmarathon statt, so dass es wahrscheinlich mehr Leute sind als üblich. Zum Angkor Wat Tempel strömen nur so die Massen. Wir stellen uns auch zu den Massen und versuchen noch einen Platz zu ergattern und zu verteidigen. Der Sonnenaufgang war leider nicht so wahnsinnig spektakulär, da ziemlich bewölkt.

Der Rest der Gruppe fährt anschließend ins Hotel zurück. Jimmy und ich sind jedoch bleiben und schauen uns den Angkor Wat Tempel an bevor die Massen einfallen. Im Licht der morgendlichen Sonne ergeben sich sehr schöne Motive. Um 9:00Uhr kommen die anderen wieder und ich schaue mir den Tempel mit ihnen zusammen nochmals an. Es ist schon eine riesige Anlage, die sich im Ganzen über mehr als einen Quadratkilometer erstreckt. Der höchste Turm erreicht immerhin eine Höhe von 65m. Bei der Anlage handelt es sich um eine der größten der Welt, die für religiöse Zwecken genutzt wurde. Es imponiert unglaublich. Die drei unterschiedlichen Ebenen erreicht man nur über sehr steile gerade Treppen. Für die Touristen wurden jedoch Holztreppen angebracht, die jedoch kaum weniger steil sind, aber ein Geländer besitzen. Von oben hat man einen sehr schönen Ausblick auf die umliegenden Gebäudestrukturen der Anlage.

Als wir wieder unten sind steigen wir in den Bus und fahren zum sogenannten Tomb Raider Tempel, der umgangssprachlich diesen Namen erhielt, nachdem dort der gleichnamige Film gedreht wurde. Es ist der einzige Tempel der Gegend der nicht vollständig vom Bewuchs befreit wurde. Es sind zahlreiche Bäume zu sehen, die einfach auf den Mauern der Anlage wachsen. Hier kommt wirklich das Gefühl, auf als ob man sich mitten im Urwald befindet und gerade auf eine verfallene antike Stadt getroffen ist. Leider heben die Scharen von Touristen dieses Gefühl an vielen Stellen wieder auf. Nichtsdestotrotz ist es toll durch die verfallene Anlage zu laufen und die riesigen Wurzeln, die sich über und durch die Mauern winden anzusehen.

Nach diesem Tempelbesuch bin ich doch recht schlapp und fahre mit den anderen zurück ins Hotel, mache dort eine Pause, um hinterher nochmals mit einem Tuk Tuk für den Sonnenuntergang zurück zu fahren.

Katrin und ich schnappen uns also ein Tuk Tuk und fahren nochmals in den Nationalpark. Als wir an Angkor Wat vorbeikommen halten wir spontan an uns schauen uns die Tempelanlage nochmal im Abendlicht an. Es gibt schöne Fotos, und so bleiben wir eigentlich länger als gedacht. Als wir wieder zurück sind fahren wir weiter zum Phnom Bakheng Tempel um uns dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Vor dem Aussteigen aus dem Tuk Tuk kommt noch ein nettes Mädchen auf uns zu und verkauft Bier. Es ist schon komisch einfach nur dekadent sitzen zu bleiben und sich bedienen zu lassen.

Anschließend marschieren wir los und unser Fahrer wartet derweilen. Es geht auf einen Hügel hoch. Es sind natürlich zahlreiche Touris auf dem gleichen Weg. Wie ich weiß werden jedoch nicht mehr als 300 Personen gleichzeitig auf den Tempel gelassen. Es bildet sich deshalb am Eingang eine Warteschlange. Einige Minuten später ist es so weit und wir dürfen die originalen und sehr steilen Stufen nach oben klettern. Diese sind so steil, dass man auch die Hände braucht um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen.

Oben ergibt sich eine schöne Aussicht. Es ist sogar zwischen den Bäumen Angkor Wat zu sehen. In Richtung Westen kann man das große Bassin erkennen, und natürlich jede Menge Wald aus dem überall Rauch aufsteigt, weil die Einheimischen Kohle zum Kochen verfeuern und natürlich auch ihren Müll.

Der Sonnenuntergang ist nicht so spektakulär, aber sehenswert. Auf dem Rückweg in die Stadt lassen wir uns gleich in der Pub Street absetzten und wollen was essen gehen. Dabei treffen wir noch die anderen und trinken erst einmal ein Bier. Wie sich herausstellt wollen die meisten jedoch Street Food essen gehen und anschließend auf den Markt. Katrin und ich haben dazu aber keine Lust und gehen deshalb in ein Restaurant, anschließend noch ein Bier trinken und dann wieder zurück ins Hotel.