16. Tag (03. Dezember 2011)

Angkor - Bayon

Angkor - Bayon

Angkor - Thom

Angkor - Bayon

Angkor - Banteay Srei

Angkor

Angkor

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Angkor. Am Eingang kaufen wir unsere Eintrittskarte und bekommen einen speziellen Ausweis mit Foto. D.h. wir sind nun offiziell akkreditiert und dürfen die Tempel besuchen. Als erstes sehen wir im Vorbeifahren Angkor Wat, den berühmtesten Tempel des ganzen Gebietes. Unser Ziel ist jedoch Angkor Thom, der größte Komplex des ganzen Gebietes. Als wir dort ankommen müssen wir mit dem Bus durch das West-Tor in die Stadt einfahren. Hier herrscht ziemlich großes Chaos und wir benötigen allein dafür zehn Minuten. Vor dem Tor befindet sich ein Wassergraben, der bereits eine Breite von über fünfzig Meter hat und sehr beeindruckend ist. Durch das Tor durchgefahren eröffnet sich ein recht normaler Urwald. Da die Häuser damals aus Holz gebaut worden sind existieren diese nicht mehr, sondern nur noch die aus Stein errichteten Tempel. Wir um kurven Bayon und sind schon durch den Anblick aus dem Bus beeindruckt. Hier steigen wir aus und begingen unseren Rundgang. Leider, aber verständlicherweise, ist dies ein sehr touristischer Ort und so sind auch noch einige andere Touris da. Wir durchwandern die große Anlage mit ihren vielen Türmen und Mauern, auf denen es jede Menge Schnitzereien und Abbildungen zu sehen gibt. Dann erklimmen wir die Pyramide. Eine steile Treppe führt nach oben, wo wir rund eine Stunde verbringen. Es gibt so viele Motive zu sehen und zu entdecken, dass man kaum aufhören kann zu schauen.

Nach der Besichtigung von Bayon gehen wir zu Fuß zum Baphuon Tempel mit seinem lang gezogenen Catwalk davor. Auch diesen Tempel besteigen wir über sehr steile Treppen. Der Blick ist sehr schön, und es ergeben sich einige schöne Perspektiven und Ausblicke. Obwohl die Tempel recht hoch gebaut sind und wir ganz oben stehen sieht man leider keinen weiteren Tempel, da sich die Bäume noch viel höher in den Himmel erstrecken als diese. Es macht die ganze Sache aber auch geheimnisvoller und damit reizvoller, denn erst als wir den Tempel verlassen wollen entdecken wir in seiner Außenwand einen riesigen liegenden Buddha. Man denkt automatisch an irgendwelche Abenteuerfilme.

Gleich nebenan befindet sich der Royal Palace in dem der König des Reiches gewohnt hat. Hier will nun keiner mehr von uns nach oben steigen. Deshalb passieren wir auf dem weiteren Weg das Schwimmbad der Konkubinen und des Königs selbst. Die Ausmaße sind gewaltig. Das Becken ist sicherlich mehrere hundert Meter lang und fünfzig Meter breit. Das private Becken des Königs erreicht immerhin noch olympische Dimensionen. Wir verlassen den Royal Palace durch ein Tor zu der Terrace of the Elephants, die ihren Namen durch die eingemeißelten Elefanten erhalten haben und früher einfach wohl zu Repräsentationszwecken verwendet wurden.

Nun ist Mittagessen angesagt und wir fahren in die Nähe von Angkor Wat. Nach dem Essen verabschieden sich alle aus der Gruppe außer Jimmy und ich, um ins Hotel zurück zu fahren. Wir beiden schauen uns an und verstehen die Welt nicht mehr. Haben wir irgendetwas verpasst? Wir waren gestern Abend jedoch die einzigen gewesen, die nur Bier getrunken haben. Die anderen hatten alle Cocktails mit entsprechend Eis. Nun ja, so setzen wir eben nur zu zweit die Tour am Nachmittag fort. Wir haben also einen großen Bus, unseren Fahrer und unseren Reiseleiter nur für uns.

Wir fahren zurück zum Bayon Tempel, um noch ein paar Aufnahmen zu machen. Danach geht es durchs Osttor hinaus, mit einem kurzen Halt an einer verwunschenen Mauer, und danach weiter auf den Weg Richtung Banteay Srei Tempel, der rund dreißig Kilometer Abseits liegt. Dabei kommen wir noch an anderen Tempeln vorbei, die wir morgen noch besuchen wollen. Nach einer halben Stunde erreichen wir Banteay Srei. Dabei handelt es sich um einen Tempel der sich anders als die anderen erweist. Er ist viel kleiner und aus rotem Sandstein erbaut. Die Schnitzereien sind jedoch deutlich detailreicher und üppiger. Vor der Rückfahrt bleibt noch Zeit um eine Kokosnuss zu trinken und sich im Schatten etwas zu erholen. Wieder zurück im Zentrum der ganzen Tempelanlagen halten wir am Pre Rup Tempel, auf dem wir den Sonnenuntergang anschauen werden. Dieser Tempel wiederum ist nur aus roten Ziegelsteinen erbaut und gibt natürlich im Licht der untergehenden Sonne eine tolle Farbe ab.

Nun ja, ich kaufe mir noch ein Bier, um oben auf dem Tempel den Sonnenuntergang zu genießen. Die Aussicht auf den umliegenden Dschungel ist sehr schön. Als die Zeit des Sonnenuntergangs immer näher rückt, scheint eine ganze Armee den Tempel zu stürmen. Plötzlich sind mehrere Dutzend Leute da und fuchteln mit ihren Kameras in der Gegend herum. Ein Phänomen dabei ist, dass die meisten davon zwei Sekunden nach Sonnenuntergang bereits anfangen wieder zu verschwinden, dabei kommen auch heute wieder einmal die Farben erst nach einigen Minuten richtig zur Entfaltung. Jedenfalls genieße ich das Szenario und begebe mich langsam zurück zum Bus, um einen langen Tag zu beschließen.

Am Abend als wir ins Hotel zurückkehren sind alle platt. Deshalb gehen wir gleich hier zum Abendessen, wobei sich jeder anschließend sehr früh zurückzieht und den Abend beendet.