15. Tag (02. Dezember 2011)

Tonle Sap

Tonle Sap

Tonle Sap

Heute war ein langer Tag. Wir starten zur üblichen Zeit mit einem privaten Bus und fahren nach Norden, nach Siem Reap. Zuerst fahren wir rund eine Stunde aus der Stadt hinaus und halten kurz am Straßenrand, weil dort Lotosfrüchte verkauft werden. Wir probieren die Erbsen, die wir dort herausholen, indem wir die Schale aufbeißen und das Innere essen. Der Geschmack ist wirklich etwas nussartig und schmeckt gut. Gleich anschließend machen wir unseren ersten Stopp in der sogenannten Spinnen-Stadt. In dieser Gegend solle es sehr viele Spinnen geben, die deshalb auch frittiert auf dem Markt angeboten werden. Es gibt aber auch Heuschrecken und Kakerlaken. Diese schenke ich mir, aber von einer Spinne habe ich mal einen Fuß und zudem eine ganze Heuschrecke versucht. Wenn man nicht genau hinsieht schmecken die Sachen gar nicht so schlecht, aber es muss auch nicht wirklich sein.

Nach einer Weile geht es mit DJ Jimmy und sehr guter Musik weiter und die Stimmung steigt. Die Landschaft ist grün und der Himmel heute mal wieder schön blau. Ich schaue während der Fahrt die meiste Zeit aus dem Fenster. Die Reisfelder stehen im leuchtenden Grün und dazwischen immer wieder Palmen.

Gegen Mittag machen wir einen Stopp an einem Touri Restaurant und essen zu Mittag. Auch hier ist es mal wieder lecker. Kurz nachdem wir wieder losgefahren sind zwingt uns ein platter Reifen zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp. Der Radwechsel geht aber erstaunlich zügig von Statten, so dass wir schnell wieder weiter- fahren können.

Unseren Höhepunkt des Tages erreichen wir gegen Spätnachmittag. Am größten See Südostasiens, dem Tonle Sap steigen wir in ein Boot und besuchen ein Floating Village. Es sollen hier rund 5.000 Menschen in Häusern auf Stelzen mehr oder weniger mitten im See leben. Es sind auf jeden Fall unzählige Häuser an denen wir vorbeifahren. Irgendwann ändert es sich dann und es sind nur noch schwimmende Häuser zu sehen. Dadurch dass wir etwas später dran sind haben wir perfektes Abendlicht um zu fotografieren. Wir alle sind von diesem Dorf sehr beeindruckt.

Von hier aus geht es danach noch eine gute Stunde weiter nach Siem Reap, wo wir in der Dunkelheit ankommen. Das Hotel ist das bisher größte in dem wir waren und hat tolle Zimmer. Es war heute ein rundum schöner Tag, und ich hatte während der Busfahrt zum ersten Mal auf dieser Reise das Gefühl, wieder einmal unterwegs zu sein. Herrlich! Morgen geht es dann zu den weltberühmten Tempeln von Angkor. Ich bin mal gespannt und freue mich drauf. Jetzt aber erst einmal Abendessen. Ich habe Hunger.

Wir fahren mit einem Tuk Tuk zur Pub Street, in der Restaurants und Diskotheken in einer Reihe nebeneinander stehen. So essen wir im Tempel Restaurant und gehen danach ins Angkor Whats, um uns zu bewegen. Um Mitternacht schließlich mache ich mich auf den Rückweg.