10. Tag (27. November 2011)

Saigon

Saigon

Saigon

Heute Morgen haben wir mal wieder unsere Sache gepackt. Wir fliegen heute in den Süden nach Saigon und entfliehen dem regnerischen Wetter in der Mitte Vietnams. Das Einchecken, Boarding und der Flug selbst verlaufen problemlos. In Saigon werden wir auch abgeholt und ins Hotel gefahren. Im Hotel angekommen gibt es eine Überraschung. Es befindet sich ein Doppelbett und ein Klappbett im Raum. Jimmy schnappt sich ohne zu fragen das Doppelbett und ich bin angefressen. Auf Nachfrage an der Rezeption gibt es leider kein Twin Zimmer mehr. Auch nach mehrmaligen Nachfragen. Nun ja, dass wird ja heiter.

Wir machen uns auf den Weg in die Stadt, um mal wieder Nudelsuppe zu essen. Ich bin überrascht, dass ein Foto mit Bill Clinton im Restaurant hängt. Der war also auch schon da. Wir essen unsere Suppe und gehen anschließend per Rikscha auf eine Tour durch die Stadt. Zuerst halten wir am Vietnamkriegsmuseum. Es zeigt sehr anschaulich die Gräueltaten der US-Soldaten und den Einsatz von Agent Orange. Der Rest wird nicht gezeigt, was ich ziemlich einseitig finde. Nun ja, Propaganda eben. Weiter geht es mit den Rikschas zur Kathedrale Notre Dame, einem für Saigon sehr imposanten Gebäude christlichen Glaubens. Schräg gegenüber befindet sich noch das koloniale Postgebäude, welches wir uns auch noch anschauen. Saigon ist im Vergleich zu Hanoi wesentlich moderner und auch fortschrittlicher, hat jedoch auch kaum ein Gesicht. Die großen Gebäude im Stadtbild sind schön anzuschauen, und auch die Oper und das Rathaus aus der Kolonialzeit beeindrucken im Vorbeifahren. Es wird bereits dunkel als wir wieder am Hotel ankommen. An der Rezeption erfahre ich dann, dass wir morgen in ein Twin Zimmer wechseln können, dies besitzt jedoch kein Fenster! Ich weiß noch nicht für welches Übel ich mich wohl entscheiden werde.

Abends sind wir noch gemeinsam in ein sehr großes Restaurant zum Essen gegangen. Wir saßen alle in einem klimatisierten Separee um einen großen Tisch zusammen. Das war natürlich für uns zum Unterhalten sehr angenehm. Das Essen war mal wieder lecker und das lokale Bier auch. Nach dem Essen bin ich alleine noch die Stadt erobern gegangen. Ich hatte die Kamera dabei und fotografierte noch ein wenig. Fand zudem noch eine Bar in der ich noch auf zwei Bier hängen geblieben bin. Es ist einfach herrlich, wenn man nachts durch die Straßen schlendert und es noch angenehm warm ist. So bin ich erst nach Mitternacht zu meinem grausigen Bett zurückgekehrt. Beim Hinlegen habe ich noch feststellen müssen, dass man jede einzelne Feder der Matratze spüren konnte.