9. Tag (26. Oktober 2010)

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Heute fahren wir zu unserem ersten Highlight unserer Reise. Wir besuchen die brasilianische Seite der Iguazu Wasserfälle. Da wir kein Gefährt haben werden wir mit dem Bus des Hostels zum Eingang gefahren. Der Eingang zum Nationalpark ist schon recht beeindruckend, weil ziemlich groß. Wir erstehen unsere Tickets und gehen durch. Danach erfolgt zuerst eine Busfahrt über mehr als zehn Kilometer zu den Fällen. Als wir ankommen und aussteigen sind es nur noch ein paar Schritte zur ersten Aussichtsplattform. Wow, der erste Blick auf die Fälle ist sehr eindrucksvoll, und wir sehen auf den ersten Blick, dass viel Wasser vorhanden ist. Der weiße Vorhang liegt direkt vor uns. Was für ein Bild! Ich kann nicht aufhören hinzuschauen. Die Gischt hält sich in Grenzen und wir haben einen unverhüllten Blick. Gleich nebenan ist die Stelle an der wir uns heute noch Abseilen wollen. Tickets dafür habe ich bereits im Hostel gekauft. So gehen wir weiter. Immer dem Weg entlang, der unzählige Aussichtspunkte und Ausblicke auf die Fälle eröffnet. Wir kommen kaum aus dem Staunen heraus. Zumal heute mal wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint und die weiße Pracht dadurch noch mehr zur Geltung kommt. Unten in der Schlucht sind Motorboote zu erkennen, die so weit wie möglich an die herunterstürzenden Wassermassen heranfahren um den Passagieren ein recht feuchtes Erlebnis zu bieten.

Weiter dem Weg folgen erreichen wir das Highlight auf brasilianischer Seite. Ein Steg der auf einem Felsvorsprung in den Fluss hinaus führt. So ist die erste Stufe der Fälle dort auf der linken Seite von unten zu sehen, während man auf der rechten Seite das Wasser von oben die zweite Stufe der Fälle hinunterstürzen sieht. Auf der anderen Seite der Schlucht kann man zudem noch die Fälle der argentinischen Seite betrachten. Eine super schöne Stelle, auch wenn man dort in kurzer Zeit von der Gischt geduscht wird.

Wir gehen weiter. Die Klamotten trocknen bei sommerlichen Temperaturen in der Sonne wieder recht schnell. Es geht eine Rampe am Rande der Fälle hinauf, von der man auch die Gewalt der Wassermassen regelrecht spüren kann. Ein Aufzug bringt uns schlussendlich ganz nach oben. Von dort hat man einen sehr guten Überblick, den wir auch lange genießen. Hungrig geworden setzen wir uns und wollen unser Vesper essen, als ein neugieriger Nasenbär sich unserem Tisch nähert. Alle Leute sind davon fasziniert, aber das Tier hat nur ein Ziel! Bevor wir mitbekommen worum es ihm eigentlich geht hat der Nasenbär auch blitzschnell den Vesperbeutel aus Glens Tasche gestohlen und ist damit verschwunden. Glen war ziemlich sauer und alle anderen Umstehenden haben sich halb totgelacht. Wenig später konnte man den Bär dann unter einem Busch liegen sehen, wo er genüsslich die Plastik Tüten aufgerissen hat.

Danach habe ich mich zusammen mit Richard auf den Rückweg gemacht, da wir beide uns noch abseilen wollten. Wir betreten die Brücke, werden mit Klettergurt und Handschuhen ausgestattet und begeben uns dann angeleint über die Kante. Ein kleines bisschen mulmig ist es mir schon, als ich die fünfundfünfzig Meter nach unten schaue. Aber im Grunde war die Sache ganz gemütlich und unspektakulär. Der Ausblick am Seil war ganz spannend. Deshalb habe ich mir auch viel Zeit gelassen um nach unten zu gleiten. Als wir unten abgeseilt waren stiegen wir über eine Treppe nach oben und waren nach weniger als einer halben Stunde wieder zurück.

Die restliche Zeit habe ich zusammen mit ein paar anderen aus unserer Gruppe noch so viele Eindrücke wie möglich in mich aufgesaugt bevor ich zurück zum Bus ging.

Wieder im Hostel zurück haben wir den Pool genossen und einfach aufs Essen gewartet.