31. Tag (17. November 2010)

Amazonas - Baumriesen

Amazonas - Faultier

Amazonas

Amazonas

Nach einer angenehmen Nacht und einem Frühstück fühle ich mich deutlich besser, so dass ich am angebotenen Dschungelausflug heute Morgen teilnehme. Wir begeben uns zu Fuß auf eine Wanderung durch das dichte Grün. Nach nur ein paar Metern verliere ich schon die Orientierung und folge einfach nur noch unserem Guide. Uns wird jede Menge über die Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas erklärt. Es ist sehr interessant und ich höre auch gespannt zu, nur leider habe ich fast alles wieder vergessen, als wir nach einer anstrengenden Runde total verschwitzt wieder in der Lodge zurück sind. An unser Highlight kann ich mich dann aber doch noch erinnern: Die größte lebende Spinne dieses Planeten, die wir aus ihrem Versteck hervorlocken konnten. Sie hat die beachtliche Größe einer menschlichen Hand.

Erst eine kühlende Dusche und dann in die Hängematte zum Erholen. Es hat angefangen zur regnen und ich habe die Augen zu gemacht. Dabei habe ich dann das Mittagessen verpennt, war jedoch noch rechtzeitig wieder fit, um am Nachmittag einen Ausflug zu einem nahegelegenen Dorf zu machen. Wir konnten uns ansehen wie die Einheimischen, die zum Teil auch als Angestellte im Hotel arbeiten, hier wohnen. Die Verhältnisse sind sehr einfach, und in diesem Lichte erscheint der Luxus in der Lodge noch viel größer.

Sehr nett war jedoch anzuschauen wie ein Junge mit einem Faultier gespielt hat. Bei dessen Anblick und der Geschwindigkeit seiner Bewegungen wurde sofort klar woher der Name wohl stammt.

Vom Dorf aus durchstreifen wir den sogenannten Schwemmwald zum Ufer des Flusses. Die Bäume um uns herum stehen mehr als ein halbes Jahr vollständig im Wasser, d.h. der Wasserstand liegt dann ungefähr 15m höher, was man sich so Ad-hoc gar nicht vorstellen kann. Unser Reiseführer erklärt dabei, dass die Bäume hier eine ganz außergewöhnliche Strategie entwickelt haben, um unter diesen Umständen zu überleben, und dass dieser Schwemmwald nur im Amazonasgebiet vorkommt. Wir sind beeindruckt. Am Ufer angekommen machen wir noch einen Bootstour den Fluss hinauf, baden aber nicht, da es heute doch recht kühl ist.

Nach dem Abendessen starten wir in der Dunkelheit zu einer weiteren Bootstour, um Krokodile zu sichten. Doch leider haben wir heute nicht sehr viel Glück und können nur mit viel Mühe ein leuchtendes Augenpaar erblicken.