30. Tag (16. November 2010)

Amazonas

Amazonas

Amazonas - Trantel

Amazonas

Das Eis in der Caipirinha gestern Abend war wohl nicht in Ordnung. Habe heute Nacht ziemlich schlecht geschlafen und mir was eingefangen. Vom leckeren Frühstück bekomme ich keinen Bissen hinunter. Nichtsdestotrotz geht es heute nach Manaus weiter. Der Flug mit Zwischenlandung in Brasilia ist lang und mir geht es nicht besonders gut. Als wir endlich ankommen, werden wir am Flughafen vom Guide der Amazonas Lodge in Empfang genommen. Zuerst fahren wir ins Büro, um dort unser Gepäck zu lagern, denn es ist nur mit leichtem Gepäck erlaubt in die Lodge zu fahren.

Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt, die mich in meinem Zustand nicht wirklich interessiert. Am Rio Negro angekommen geht es anschließend aufs Boot. Der Fluss führt niedrig Wasser und ist trotzdem gewaltig breit. Es liegen mehrere große Seeschiffe vor Anker, dabei befinden wir uns 1.600Km von der Küste entfernt. Schon allein diese Tatsache zeigt die gewaltigen Ausmaße dieses Flusssystems.

Wir besteigen einen kleinen Amazonas-Dampfer und fahren flussabwärts, wo der Rio Negro auf den Amazonas trifft und der Fluss noch viel breiter wird, denn der Rio Negro ist der wasserreichste und größte Nebenfluss der Erde. Das schwarze Wasser des Rio Negro und das hellbraune des Amazonas fließen eine ganze Strecke nebeneinander und mischen sich nicht, so dass wir die Grenze der Wassermassen mit dem Boot mehrfach durchfahren können.

Nach etwa 1 ½ Stunden legen wir am Ufer an und steigen in motorisierte Kanus um. Von hier aus fahren wir einen Nebenfluss hinauf in den Amazonas Dschungel hinein. Wir geraten in einen Regenschauer und meine Stimmung sinkt gegen Null. Die Landschaft ist zwar schön und wird von der tiefstehenden Sonne in ein angenehmes Licht getaucht, aber wir haben Niedrigwasser und müssen deshalb mehrfach das Kanu über den Sand schieben. Knapp vor Sonnenuntergang kommen wir endlich an der Lodge an. Ich fühle mich immer noch elend und will eigentlich nur noch eines, ins Bett. Ich raffe mich aber trotzdem noch auf, zwei Bananen und eine Handvoll trockenen Reis zu essen.