3. Tag (20. Oktober 2010)

Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento

Playa de Fernando

Puente de la Mujer

Ich habe natürlich kein bisschen vom Straßenlärm gehört und lange geschlafen. Nach dem Frühstück, welches ebenfalls in einem prächtigen, aber bereits etwas in die Jahre gekommenen Saal serviert wurde habe ich meine Sachen gepackt und bin quer durch die Stadt zum Fährterminal gelaufen. Ich will heute nach Colonia del Sacramento in Uruguay fahren. Als ich jedoch am Boquabus Terminal ankomme musste ich leider feststellen dass ich die Morgenfähre um eine halbe Stunde verpasst hatte. Somit fahre ich nun erst um12:30Uhr und mit der Spätfähre wieder zurück. Deshalb sitze ich noch in einem kleinen Park in der Stadt und genieße die Sonne bis zum Check in.

Die Immigration nach Uruguay ist problemlos. Zwei Stempel in den Pass und das war’s. Die Überfahrt über den breiten Rio de la Plata geht mit der Schnellfähre flott von statten und so stehe ich nach einer Stunde bereits in Colonia. Als ich in die Stadt laufe merke ich schnell, dass zeitlich ein Nachmittag vollkommen ausreichend für Colonia sein dürfte. Die Sehenswürdigkeiten sind schnell abgeklappert, wobei die Stadt mich gleich in ihren Bann zieht. Die alten Gebäude im Kolonialstil versprühen einen Charme, die Straßen sind alle von großen Platanen gesäumt, die herrlichen Schatten spenden, und der Verkehr ist das genaue Gegenteil von Buenos Aires. Das Städtchen lässt sich zu Fuß sehr gut und leicht erkunden. Der berühmte Leuchtturm der Stadt wurde in der Ruine eines Klosters San Francisco Xavier gebaut, die diesen heute noch umgibt. Ich lasse es mir nicht nehmen die Aussicht von oben zu genießen. Es eröffnet sich einem der Blick über die Altstadt von Colonia und auch der Blick hinaus auf den Rio de la Plata, an dessen Horizont man ganz schwach noch die Hochhäuser von Buenos Aires erkennen kann.

Anschließend setze ich mich in ein Café um auszuruhen und den Durst zu löschen. Am Nachmittag nehme ich mir ein Taxi und fahre zum Strand Playa de Fernando um heute Abend im dortigen Restaurant ein Steak zu essen. Als ich ankomme wird mir schnell klar dass der Reiseführer nicht mehr auf dem aktuellsten Stand war und das Restaurant nicht mehr existierte. Das Taxi war bereits weiter gefahren und ich genieße einfach noch den Blick über den Strand und den Rio de la Plata. Nach recht kurzer Zeit mache ich mich dann auf den Fußmarsch ins Städtchen zurück. Nach einer guten halben Stunde war ich wieder zurück, habe noch einen kurzen Abstecher in ein Internet Café gemacht und gönnte mir anschließend ein wirklich exzellentes Steak in der Stadt. Die Sonne senkt sich hinter den Horizont und ich mache mich auf den Weg zum Fährterminal. Dort habe ich noch eine kurze Zeit zu warten bis es wieder über den Rio de la Plata zurück nach BA geht. Dort komme ich auf Grund der Zeitumstellung zur gleichen Uhrzeit an wie ich in Uruguay abgefahren bin.

In BA mache ich mich auf den Rückweg zum Hotel und stelle fest dass es gar kein Problem ist nachts durch die Stadt zu laufen. Ich komme noch an der Fußgängerbrücke Puente de la Mujer vorbei und erkenne das der Hafen das Ausgehviertel der Stadt ist. Direkt an den alten Hafenbecken reiht sich ein Restaurant neben dem anderen. Die alten Krananlagen des Hafens werden angestrahlt und versprühen einen ganz eigenen Charme.

Kurz vor Mitternacht laufe ich die Avenida de Mayo entlang und stelle fest das die Stadt wie ausgestorben wirkt. Kaum Verkehr und ebenso wenige Leute. Umso mehr erfreut bin ich, als ich sehen, dass das Café Tortoni noch geöffnet hat und ich auch einen Tisch bekomme. So trinke ich noch einen Absacker im berühmtesten Café Argentiniens bevor ich mich endgültig auf den Weg zum Hotel mache.