2. Tag (19. Oktober 2010)

Hotel Aufzug

Avenida 9 de Julio

Avenida 9 de Julio

Cafe Tortoni

Plaza de Mayo

Ich bin überrascht, dass ich über drei Stunden geschlafen habe, obwohl die Maschine einer Sardinenbüchse geglichen hat, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Nun bin ich also in Sao Paulo gelandet und warte auf meinen Weiterflug nach Buenos Aires, Argentinien.

Nach der Landung in Sao Paulo hat es eine Weile gedauert bis ich durch den Zoll war. Im Anschluss hat aber auch hier alles wie am Schnürchen geklappt. Gepäck, Geldwechsel, Bus Ticket und der Bus selbst, war alles kein Problem. Ich werde sogar direkt vor dem Hotel abgesetzt.

Das Hotel ist recht alt, aber gleich auf den ersten Blick bezaubert es mit seinem Charme. Speziell der gusseiserne Aufzug fällt gleich ins Auge. Dieser verrichtet hier seinen Dienst seit sicherlich hundert Jahren. Die Technik ist faszinierend und man kann wirklich noch die Funktionsweise des technischen Relikts erkennen. Das Einchecken verläuft problemlos und ich benutze den Aufzug gleich um in den 4. Stock zu fahren. Echt ein Erlebnis! Das Ding wäre in Europa aus sicherheitstechnischen Gründen sicherlich nicht mehr vorstellbar.

Das Zimmer ist sehr klein, besitzt aber ebenfalls den Charme der Vergangenheit. Ich kann sogar auf einen kleinen Balkon hinausgehen und habe einen sensationellen Blick auf die Avenida 9 de Julio, der breitesten Straße der der Welt. Als ich wieder im Zimmer zurück bin nehme ich auch die entsprechende Geräuschkulisse wahr. Ist mir jetzt aber auch egal. Ich nehme zuerst eine Dusche und mache mich mit der Kamera bewaffnet auf um die Stadt bei strahlendem Sonnenschein zu erobern.

Ich gehe die Avenida de Mayo entlang, auch auf der Suche nach dem Hotel Astor, von dem aus meine Tour starten wird. Als ich am Café Tortoni vorbei komme habe ich einen Blick in das älteste Café Argentiniens gewagt. Weiter ging es über die Av. de Mayo zum Plaza de Mayo, dem Zentrum der Stadt und damit dem Zentrum Argentiniens. Die Casa Rosada ist fast so beeindruckend wie die Cathedral Metropolitan, in der ich verweile. Die Aussage: Buenos Aires sei das Paris Südamerikas kann ich gleich auf den ersten Blick nur bestätigen. Die Gebäude und auch durchaus die Plätze ähneln der Metropole an der Seine doch sehr stark. Es ist echt beeindruckend und ich bin sehr positiv überrascht.

So bin ich den ganzen Nachmittag noch in der Stadt unterwegs. Der Verkehr auf den großen und breiten Straßen ist sehr lebhaft, aber ich lasse mich davon nicht beeindrucken. So schlendere ich durch das Zentrum der Stadt und genieße die frühlingshaften Temperaturen. Nach der Rückkehr ins Hotel und einem kurzen Nickerchen habe ich Hunger und mache mich auf die Suche nach einem der berühmten argentinischen Steaks. Ich werde auch in einer Nebenstraße fündig und bestelle dazu noch ein Bier. Als die fast einen Liter fassende Flasche auf den Tisch gestellt wird bin ich doch etwas überrascht. Ich schaffe aber beides, das leckere Steak und auch das etwas überdimensionierte Bier. Gut gesättigt gehe ich wieder ins Hotel zurück und falle recht übermüdet ins Bett.