11. Tag (28. Oktober 2010)

Foz de Iguazu

Foz de Iguazu

Heute ist wieder ein großer Tag. Wir fahren mit dem Spezial Bus des Hostels auf die argentinische Seite der Wasserfälle. Als wir auf der Grenzbrücke über den Rio de Iguazu fahren hält unser Chauffeur an und wir machen noch Bilder direkt an der Grenze, die durch die unterschiedlichen Nationalfarben an der Leitplanke gekennzeichnet war. Wenig weiter bildete sich ein langer Stau vor der argentinischen Grenzstation. Es störte unseren Fahrer jedoch überhaupt nicht. Wild hupend fuhr er einfach auf der Gegenspur an der Schlange vorbei und reihte sich vorne wieder ein. So waren wir in weniger als einer halben Stunde über der Grenze. Von dort dauerte die Fahrt noch eine weitere halbe Stunde bis wir auf dem Parkplatz des argentinischen Nationalparks angekommen sind.

Gleich nach dem Eingang haben wir einen LKW bestiegen, der uns zur Anlegestelle der Motorboote brachte, die wir vorgestern von oben gesehen hatten. Wir hatten alle die Bootstour gebucht und wollen uns heute auf diese Weise den Fällen nähern. Als wir an Bord gehen ziehen wir uns bis auf die Badebegleitung komplett aus und stecken alles in einen wasserdichten Sack. Nach dem Anlegen der Schwimmweste geht es auch gleich los. Die beiden, je 250PS starken Außenbordmotoren schieben uns mit Leichtigkeit durch die Stromschnellen den Fluss in Richtung der Fälle hinauf. Zuerst fahren wir in Richtung der brasilianischen Seite und schauen auch auf der argentinischen Seite vorbei. Dabei halten wir so viel Abstand das wir tolle Bilder machen können. Nachdem wir jedoch die Kameras ebenfalls in die wasserdichten Säcke verpackt hatten fahren wir näher heran und wurden klatschnass. Wir konnten vor lauter Gischt kaum die Augen offen halten, obwohl wir noch mehrere dutzend Meter von den eigentlichen Wasserfällen entfernt waren. Aber hier konnte man bereits wirklich die Gewalt spüren mit der die Wassermassen die Felswand herunter stürzen.

Als wir an Land gehen sind alle beeindruckt. Wir trocknen uns ab und ziehen unsere Klamotten wieder an. Danach näheren wir uns den Fällen auf der argentinischen Seite von unten und laufen zuerst den unteren Rundgang ab. Hier kann man überall sehen wie das Wasser von ober herunterstürzt. Da wir erneut Sonnenschein und wolkenlosen Himmel haben leuchtet der Frühling in frischen Farben auch am heutigen Tag wieder phänomenal.

Auch auf dem mittleren Rundgang ergeben sich super schöne Ausblicke und ich kann gar nicht aufhören zu fotografieren, denn so abwechslungsreich stellen sich die Fälle dar. Die Wege hier auf der argentinischen Seite sind deutlich länger und man kommt auch sehr viel näher an die Fälle heran. Besonders auf dem oberen Steg, der einfach der Kante der Fälle folgt und am Ende einen beeindruckenden Blick auf die Hauptfälle der argentinischen Seite freigibt.

Nach einer Weile gehen wir zurück und wollen uns am Nachmittag noch die „Zunge des Teufels“ anschauen. Dazu steigen wir in eine kleine Bahn, mit der wir einige Kilometer unterwegs sind. Der Steg hinaus ist ebenfalls noch eine ganze Ecke zu laufen. Als wir ankommen, wird uns gleich klar dass sich dieser Weg gelohnt hat. Hier stürzen die Hauptwassermassen über nur eine Stufe in die Tiefe. Es bildet sich ein Regenbogen und ich versuche bei den Massen an Besuchern einen guten Platz zum Fotografieren zu ergattern. Jedoch lasse ich mir alles im allem hier viel Zeit, weil ich noch so viele Eindrücke wie möglich mitnehmen will.

Auf dem Rückweg mit der Bahn merke ich, dass ich doch schon recht müde bin. Als wir dann im Hostel zurück waren ging nach dem Essen ein herrlicher Tag recht schnell zu Ende.