10. Tag (27. Oktober 2010)

Wasserkraftwerk Itaipu

Itaipu - Fallrohre

Itaipu - Generatorenwelle

Auf Grund unserer Nonstop Busfahrt haben wir einen Tag mehr in Foz de Iguazu als üblich auf der Tour. Deshalb fahren wir wieder mit einem gemieteten Bus zum Wasserkraftwerk Itaipu. Dort buchen wir eine Tour durch das Kraftwerk. Es ist schon ein riesiges Stück Beton und heute noch das größte Kraftwerk der Erde. Es produziert so viel Strom wie zehn der größten Atomkraftwerke. Zuerst geht es auf der Tour mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt, von dem man den Fluss und auch die gewaltige Staumauer in ihrer vollen Größe sehen kann. Auf der weiteren Fahrt können wir die acht großen Hochspannungsleitungen sehen die das Kraftwerk verlassen. Wir fahren anschließend auf den Damm hinauf. Dieser besteht nur teilweise aus einer Betonstaumauer. Ein sehr großer Teil besteht aus Erde und Felsen. Über diesen Teil führt eine Straße hinauf auf die Krone der Staumauer. Dort steigen wir aus und können auf der einen Seite einen Blick die Staumauer hinunter zum Generatoren Haus und dem Fluss werfen oder auf der anderen Seite den Blick über den riesigen See schweifen lassen, der sich hinter der Staumauer gebildet hat.

Im Anschluss fahren wir wieder hinunter und begeben uns in die Staumauer. Hier, in ca. 60m Tiefe ist die Gründung der Staumauer auf den darunter liegenden Fels zu sehen. Eine imponierende Perspektive. Gleich daneben sind zwei, der zwanzig gewaltigen Fallrohre zu sehen, die alle in einer Reihe stehen. Darin strömen in jedem einzelnen Rohr 700m³/s Wasser zu den Turbinen. Eine gewaltige Menge. Aber trotzdem ist nur ein recht leises Rauschen zu vernehmen.

Im Folgenden machen wir uns auf den Weg in das eigentliche Kraftwerk. Wir fahren mit dem Aufzug ca. 10 Stockwerke nach unten in die Generatoren Halle. Das Gebäude ist über einen Kilometer lang und die zwanzig Generatoren sind im Boden versenkt. Eine imponierende Kulisse. Wieder geht es mit dem Aufzug weitere unzählige Stockwerke nach unten. Hier steigen wir aus und wir können uns die Turbinen anschauen, wobei eigentlich nur die gigantische Turbinenwelle mit ihren 3,7m im Durchmesser zu sehen war. Hier war es mächtig laut, aber auch faszinierend, dass über diese Welle die gesamte Kraft des Wassers zum Generator übertragen wird. Jeder dieser Generatoren hat eine Nennleistung von 720MW!

Leider sind wir hier auch bereits am Ende der Tour angelangt und werden wieder mit dem Bus zurück zum Besucherzentrum gefahren. Ich habe dabei gar nicht mitbekommen wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Aber es hat sich wirklich gelohnt und ich möchte es nicht missen.

Glen, Marc und Lean machen noch einen Abstecher nach Paraguay. Ich überlege mir ob ich mitgehen soll, entscheide mich aber letztendlich doch dagegen, da ich keinen Bedarf habe günstige Elektronik einzukaufen und es sonst kaum etwas zu tun gibt. So verbringe den restlichen Nachmittag am Pool in der Sonne.