23. Tag (08. November 2009)

Ngorongoro Krater

Ngorongoro Krater

Wir haben einen richtig gemütlichen Start heute. Wir sind etwas später aufgestanden, und erst nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg. Die Zelte lassen wir einfach stehen, denn auch heute werden sie für uns abgebaut und verstaut. Wir fahren am Rand entlang bis wir zur Passstraße gelangen, die in den Krater hinunterführt. Die Strecke hinab ist steil und eindrucksvoll. Es eröffnet sich ein gewaltiger Ausblick. Als wir den Grund erreichen bekommen wir zuerst einen Kampf zwischen zwei Gnus präsentiert. Diese beharken sich so mächtig, dass wir das Aneinanderschlagen der Hörner noch in der Entfernung hören können. Nach einer Viertelstunde gibt es einen Gewinner und der Verlierer räumt in wilder Flucht das Feld.

Wir fahren weiter und beobachten eine viel friedlichere Szenerie, die die Flamingos am See bilden. Wir schauen ein wenig zu, und als fast alle Vögel zum Flug starten ergibt sich wieder ein herrliches Bild. Am Straßenrand sind Warzenschweine und auch Hyänen zu erkennen. Das Gras ist hier nicht sehr hoch, so dass die Tiere bereits über sehr große Distanzen zu erkennen sind. Jedoch, auch wenn keine Tiere zu sehen sind, ist es imponierend sich auf dieser großen Ebene zu befinden und auf allen Seiten von Bergen umgeben zu sein. Ein außergewöhnlicher Ort dieser Ngorongoro Krater.

Wenig später sehen wir ein Nashorn, welches jedoch in einiger Entfernung müde im Gras liegt und sich nicht bewegt. Wir bleiben trotzdem eine ganze Zeit, immer in der Hoffnung, dass es sich doch irgendwann bewegt. Aber es bewegt sich nicht, und so fahren wir weiter und machen unseren nächsten Stopp am Picknickplatz. Dieser befindet sich an Rand eines herrlichen Sees, in dem die Flusspferde leben und eine große Akazie am Ufer steht. Zudem ist das Wasser von sattem Grün eingerahmt und steht somit in starkem Kontrast zur sonstigen Savannenlandschaft im Krater.

Nach dem Essen geht es weiter. Wir fahren an Büffel, Gnus, Zebras, einem Warzenschein vorbei und entdecken sogar noch einen Schakal. Ein männlicher Vogel Strauß präsentiert sich in geringer Entfernung in seiner vollen Pracht. Wenig später liegen etwa ein Dutzend Hyänen in einem Wasserloch am Straßenrand und sehen einfach nur hässlich aus.

Wenig später ergibt sich ein erstaunlicher Anblick, als auf der Straße acht Löwen unter einem Safari-Fahrzeug liegen und den Schatten genießen. Es ist kaum zu glauben. Selbst als der Motor gestartet wird bewegen sich die Tiere nur widerwillig. Wir fahren weiter, machen einen Abstecher zum Hippo-Pool, sehen noch ein Warzenschwein mit seinem Jungen, und zu guter Letzt beobachten wir noch zwei ausgewachsene Elefantenbullen. Dann schließlich machen wir uns auf den Weg zurück nach Arusha und verlassen den Krater über die steile Piste den Kraterrand hinauf. Vier Stunden später sind wir wieder auf dem Camping Platz, treffen die anderen und genießen ein kühles Killi.