21. Tag (07. November 2009)

Ngorongoro - Bernhard Grzimek

Masai

Serengeti

Heute Morgen brechen wir zu unseren 3-tägigen Serengeti Safari auf. Nicht alle aus der Gruppe gehen mit, da diese Tour optional gebucht werden musste. So sind wir die nächsten drei Tage nicht in Elvis, sondern in einem schnuckeligen Geländewagen unterwegs. Auf dem Weg zum Ngorongoro Krater befinden wir uns wohl auf der besten Straße in ganz Ostafrika. Es ist eine Wohltat. Auf der zweistündigen Fahrt zum Parkeingang machen wir noch einen Fotostopp am Rift Valley, nachdem wir über eine Passstraße die Höhen wieder einmal erklommen haben. Wir genießen den weiten Blick auf den Manyara See und dessen weitläufigen Ebenen am Ufer. Es sind sogar zwei Giraffen auf den weiten Ebenen zu erkennen. Direkt unter uns, am Rande eines Weges, auf dem ein Fahrzeug steht, sehen wir drei Elefanten, die sich ihren Weg durch den Busch bahnen. Sie sind recht weit entfernt, so dass sie mehr oder weniger nur als kleine Punkte zu erkennen sind, jedoch ist es durch die Vogelperspektive sehr interessant zuzuschauen.

Nach dem Parkeingang steigt die Piste steil an und erreicht den Kraterrand des Ngorongoro Kraters. Dort stoppen wir und genießen den Blick in den Krater und dessen bereits von hier oben erkennbarem Tierreichtum. Jedoch alleine die Dimension der Caldera, die über 260km² einnimmt und eine Tiefe von rund 500m erreicht, fasziniert enorm.

Nachdem wir uns von diesem Anblick losreißen konnten fuhren wir weiter in Richtung der Serengeti, dabei passierten wir noch das Grab von Michael und Bernhard Grzimek, die mit ihren Forschungen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Serengeti heute noch so ist wie wir sie in den nächsten zwei Tagen sehen werden. Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch die riesige Ebene erreichen wir das Naabi Hill Gate, an dem wir noch einen Stopp einlegen und unseren Hunger mit einem Lunchpaket bekämpfen.

Am Nachmittag besuchten wir ein Massai-Dorf am Rande der Strecke. Unser Besuch dauert länger als eine Stunde. Hier habe ich, im Vergleich zu dem Himbas in Namibia, ein nicht ganz so schlechtes Gefühl und schaue mir die Dinge, die uns gezeigt werden interessiert an. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Leute recht gut Englisch sprechen, und man sich deshalb verständigen kann, auch wenn die Lebensweise im Vergleich zu unserer kaum unterschiedlicher sein kann. Unsere Mädels lassen sich noch die verschiedenen Schmuckstücke zeigen und kaufen noch etwas.

Auf der restlichen Strecke in die zentrale Serengeti halten wir bereits Ausschau nach Wildtieren, biegen auf dem Weg ins Camp ab und begeben uns direkt auf Game Drive. Wir haben jedoch nicht viel Glück und können kaum Wild beobachten. Zwischendurch regnet es kurz und heftig, so dass wir unser geöffnetes Dach schließen müssen. Unseren Kollegen, die in einem anderen Auto unterwegs sind müssen wir noch aus der Patsche helfen, da sie sich in einem Schlammloch festgefahren haben. Aber zum Abschluss erreichen wir alle unser heutiges Camp. Dabei erkennen wir, dass wir auf einer regelrechten Luxuscamping-Safari unterwegs sind. Unsere Zelte sind aufgebaut und auch das Essen steht bereits fertig auf dem Tisch.