18. Tag (04. November 2009)

Stone Town

Stone Town

Nungwi - Sansibar

Delfine - Sansibar

Mittlerweile sind wir es gewohnt, früh aufzustehen und tun dies heute freiwillig. Wir wollen mit Delfinen schwimmen gehen. Deshalb werden wir, mit einem Frühstückspaket ausgestattet, quer über die Insel nach Süden gefahren. Wir sind zu viert: Daniela, Angelika, Jörg und ich. Die vier Deutschen also. Auf der Fahrt über die Insel können wir noch einen flüchtigen Blick in den Alltag der Inselbewohner werfen, die zu dieser Zeit ihren Tag beginnen und die Kinder auf dem Weg in die Schule sind.

Als wir nach rund neunzig Minuten ankommen, werden wir auch gleich mit Flossen und Schnorchel ausgerüstet und auf ein Boot gelotst. Wir alle sind gespannt darauf, ob wir auf Delfine treffen werden und ob wir mit ihnen schwimmen können. Wir sehen zwei, drei Boote recht weit draußen, als wir uns auf den Weg machen. Die Spannung bei uns steigt, da es nicht sicher ist, die wild lebenden Delfine wirklich zu treffen.

Doch als wir ankommen können wir eine Gruppe aus sieben Tieren sehen und sind begeistert. Wir stellen den Motor ab. Wir beeilen uns die Flossen anzuziehen, die Maske aufzusetzen und ins Wasser zu kommen. Die Tiere schwimmen nur in kurzer Entfernung von uns. Es ist faszinierend, Delfine aus so kurzer Distanz beobachten zu können. Das Wasser ist klar und mit den Masken können wir die einzelnen Tiere unter Wasser sehr gut sehen. Wir versuchen mit den Flossen näher heranzukommen, oder besser gesagt, den Tieren hinterher zuschwimmen. Es ist aber gar nicht so leicht, obwohl sich die Delfine unter Wasser kaum bewegen. Wir haben Sie verloren und so geht es zurück zum Boot. Wieder an Bord, sind die Tiere in einiger Entfernung wieder zu erspähen und wir holen mit Motorkraft auf. Wir gehen erneut ins Wasser und sind wiederum in der Nähe der Tiere. Alle sieben Delfine tauchen plötzlich ab und stehen ohne sich zu bewegen senkrecht im Wasser. Was für ein Bild! Wenig später schwimmen die Delfine mit nur wenigen Flossenbewegungen wieder voraus, so dass wir kaum hinterher kommen. Ich bekomme Wasser in die Maske und muss ein paar Mal husten. Dabei passiert etwas überraschendes, die Tiere werden neugierig und schwimmen um mich herum um herauszufinden was los ist. Als ich mich wieder gefangen hatte ziehen sie davon. Wir klettern zurück ins Boot und fahren hinterher. Es ist ein bisschen wie auf der Jagd, was ich eigentlich nicht so gut finde.

Beim dritten Treffen bleibe ich im Boot um Fotos zu schießen. Unsere beiden Mädels springen nochmals ins Wasser und kommen recht nahe an die Tiere heran. So vergeht die Stunde wie im Flug. Wie ich erst jetzt merke, sind wir während der Zeit immer weiter auf das Meer hinausgefahren, da die sich Tiere nur in den frühen Morgenstunden in Küstennähe aufhalten. So ist es an der Zeit wieder zum Strand zurück zu fahren.

In der Nähe des Strands haben wir noch die Gelegenheit zum Schnorcheln und die Fische zu beobachten, aber nachdem wir mit den Delfinen geschwommen sind ist dies nicht mehr wirklich berauschend. Später als wir an den Strand zurückkommen ist Ebbe und wir müssen zu Fuß zurücklaufen. Dabei ergab sich ein schönes Bild, als direkt neben uns ein Boot auftauchte und es aus einiger Entfernung so aussah als ob wir übers Wasser gingen.

Am Stand wurde uns abschließend noch ein leckeres Mittagessen serviert. So saßen wir beim Essen und genossen den Blick auf den Strand und das Meer.

Auf dem Rückweg nach Nungwi haben wir unseren Fahrer noch überredet uns an einen weiteren schönen Strand zu fahren. So hatten wir noch eine weitere halbe Stunde an der Ostküste der Insel.

Gleich nach einer erfrischenden Dusche im Hotel fragten uns die anderen, ob wir nicht Lust hätten, an einer Sunset Schnorchel Segel Cruise teilzunehmen, und den Abend zu genießen. Spontan haben wir uns entschlossen mitzugehen. Wir gehen wenig später an Bord einer Dau und segelten die Küste entlang. Zwischendurch ankerten wir um zu Schnorcheln. Es gab jedoch auch hier nicht sehr viel zu sehen, so dass ich nicht die ganze Zeit im Wasser geblieben bin. Der anschließende Sonnenuntergang und die Biere dazu hatten schon mehr zu bieten.

Als es fast schon dunkel war erreichten wir wieder den Strand und sprangen von Bord. Kurz darauf treffen wir uns alle um gemeinsam Essen zu gehen. So ist ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende gegangen und ich bin recht müde ins Bett gefallen.