7. Tag (23. April 2009)

Dune 45

Dune 45

Dune 45

Dune 45

Deadvlei

Deadvlei

Sonnenuntergang Solitare

Heute sind wir extrem früh kurz nach 4:00 Uhr aufgestanden, und eine recht kühle Nacht war zu Ende. Wir wollen den Sonnenaufgang in den Dünen erleben und müssen deshalb bereits zwei Stunden vorher aufbrechen. Wir bauen die Zelte ab und verpacken alles in Janis.

Als erstes Fahrzeug stehen wir am Tor des National Parks, als dieses am Morgen geöffnet wird. Von dort ist es noch gut eine Stunde Fahrt bis wir die Düne 45 erreichen. Als wir angekommen, ist es noch dunkel und es herrscht dichter Nebel. Wir hasten so gut es geht die Düne hoch, sind völlig ausgepumpt und können kaum etwas erkennen, als wir auf halber Höhe ankommen. Langsam zeigt sich die Sonne zwischen dem Nebel, der Wind bläst recht kalt und wir frieren ziemlich.

Die Sonne steigt höher, der Nebel lichtet sich langsam und wir erkennen, dass die Düne sich noch höher erstreckt. Wir entscheiden uns, höher hinauf zu gehen. Als ich mich diese Düne hinauf kämpfte, erschien mir diese sehr groß, aber die benachbarten Dünen sind noch viel gewaltiger, und ich komme kaum aus dem Staunen heraus. Mit der Zeit ergeben sich erhabene Ausblicke, und ich kann kaum genug von deren Anblick bekommen.

Ich bleibe so lang wie möglich oben, obwohl die meisten aus unserer Gruppe bereits den Abstieg in Angriff genommen hatten. Schließlich, als sich der ganze Nebel aufgelöst hatte und der Blick auf die Dünen frei lag, mache auch ich mich auf den Rückweg. Um noch ein bisschen Spaß zu haben, renne ich die Düne an deren steiler Flanke hinunter. Dabei sinke ich bis fast zu den Knien im Sand ein und werde nach jedem Sprung sanft aufgefangen. Ein unglaubliches Erlebnis.

Als ich schließlich Janis wieder erreiche, muss ich erkennen, dass ich zu spät war und das Frühstück verpasst hatte. Aber egal! Wir fahren weiter zum Sossusvlei, einer von Dünen umschlossenen beigefarbenen Salz-Ton-Pfanne, die nur in seltenen, sehr guten Regenjahren Wasser führt. Um dort hinzukommen müssen wir auf einen Geländewagen mit Allradantrieb umsteigen.

Hier machen wir eine von einem Buschmann geführte Wanderung durch die Dünen. Er erklärt währenddessen sehr anschaulich das Leben und Sterben in der Wüste. Als wir das Deadvlei erreichen, ist die Szenerie, die vor uns liegt, gewaltig. Tief rot leuchtende Dünen, weißes „Vlei“ mit schwarzen Baumskeletten und dazu ein astralblauer Himmel. Ein einfach überwältigender Anblick. Die Bäume sind seit mehreren 100 Jahren tot und werden weder von Termiten zersetzt, noch können sie verrotten.

Ziemlich interessant fand ich, als „Bushman“, er heißt wirklich so, uns erklärte wie einzelne Tiere oder Tierarten auf spezielle Art und Weise zu fangen sind, und welchen Gesetzen das Leben in der Wüste unterworfen ist. Nach ca. drei Stunden sind wir bei Janis zurück und wieder froh, sitzen zu können.

Bevor wir den Nationalpark wieder verlassen, besuchen wir noch die Sesriem Gorge. Diese ist zwar nicht riesig aber trotzdem sehenswert. Am Grund gibt es noch Wasserlöcher und ich bereue es ein wenig, die Badehose nicht eingepackt zu haben, denn eine kurze Abkühlung wäre jetzt was Schönes gewesen.

Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Solitare, unserem nächsten Platz für die Nacht. Dort angekommen stellen wir die Zelte auf und probieren zuerst einmal den leckeren Apfelkuchen. Später holen wir uns ein paar Bier und betrachten genüsslich den Sonnenuntergang über der Wüste Namibias. Nach einem sehr langen Tag endet der Abend verständlicherweise früh und jeder verkriecht sich in sein Zelt.