5. Tag (21. April 2009)

Namibia

Fish River Canyon

Sunset am Canyon

Wüste Namib

Heute Morgen haben wir die Möglichkeit, eine optionale Kanutour auf dem Orange River zu buchen. Da ich gerne mit dem Boot unterwegs bin, mache ich die Tour und wir fahren nach dem Frühstück auf der Ladefläche eines Lastwagens flussaufwärts. Der Orange River besitzt nur eine leichte Strömung, keine Wellen oder gar Stromschnellen, so dass wir eine gemütliche Kanufahrt haben und die Landschaft bei strahlendem Sonnenschein genießen können. Unmittelbar hinter dem grünen Band, welches den Fluss an beiden Seiten einrahmt, beginnt die Wüste und es ergibt sich ein farblich schöner Kontrast zu den rot leuchtenden Bergen. Nach fast drei Stunden auf dem Orange River erreichen wir wieder den Campingplatz und ein herrlicher Morgen auf dem Wasser ist zu Ende.

Wir packen unsere Sachen wieder zusammen, brechen die Zelte ab und machen uns am Mittag mit einem Hotdog im Magen auf den Weg zur Grenze nach Namibia. Im Grunde gehen die Formalitäten recht schnell, und so sind wir nach einer Stunde durch beide Grenzstationen durch. Die restliche Fahrt zum Fish River Canyon verläuft gut. Zwischendurch halten wir an und bewundern einen sehr großen Skorpion, der am Straßenrand nach Deckung sucht. Am Campingplatz angekommen bauen wir schnell die Zelte auf und machen uns gleich darauf auf dem Weg zum Canyon.

Den Rand des Canyons erreichen wir ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang. So können wir noch an der Steilkante entlang schlendern und uns an den sich ständig ändernden Ausblicken erfreuen, bevor wir die Aussichtsplattform erreichen, an der wir zu Abend essen. Der Blick auf den sich vor unseren Füßen ausbreitenden Canyon ist atemberaubend. Der Fish River ist heute nur ein kleines Rinnsal, und man kann kaum glauben, dass das Wasser diesen großen Canyon geformt haben soll. Das Bier während des spektakulären Sonnenuntergangs schmeckt toll, und wir genießen die Natur in vollen Zügen.

Nach dem Essen müssen wir den Nationalpark wieder verlassen und erreichen kurz darauf unser Camp. Dort sitzen wir ausgelassen um unser Feuer und Lesley erzählt Tiergeschichten aus seinem Leben, wobei die meisten von seinen speziellen Freunden, den Pavianen, handeln. So geht ein lustiger Abend zu Ende und wir verkriechen uns wieder in unsere Zelte.