19. Tag (05. Mai 2009)

Planet Baobab

Die heutige Buschwanderung am frühen Morgen war wieder einmal ein schönes Erlebnis. Wir gehen durch das vom nächtlichen Tau getränkte, kniehohe Gras und können sogar einige Zebras und einen kleinen Schakal beobachten. Als wir wieder zurück im Camp sind, frühstücken wir noch kurz und beginnen gleich darauf damit, die Zelte zusammenzupacken, um uns somit wieder auf den Rückweg nach Maun zu machen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Wärme genießen wir die Rückfahrt in den Mokoros. Bevor wir in den bereitstehenden LKW umsteigen, verabschieden wir uns noch von unseren Begleitern und übergeben ihnen ein Trinkgeld, über welches sie sich sehr freuten. Auf dem Campingplatz, von dem wir aufgebrochen waren, erwartet uns ein freudiges Hallo von Tulani und Lesley. Doch bevor wir uns beim Mittagessen wieder den Bauch voll schlagen, möchte zuerst jeder von uns eine wohltuende Dusche nehmen und sich wieder frisch machen.

Nachdem alles zusammengepackt war, brechen wir auf und verlassen Maun und das Otawango Delta. Nach einem Stopp zum Einkaufen in der Stadt, sind wir wieder auf der Straße und fahren unserem Ziel entgegen. Zwischendurch müssen wir jedoch an der Provinzgrenze anhalten und unser gesamtes Gepäck kontrollieren lassen. Dabei wurde größtes Augenmerk auf unsere Schuhe gelegt, die wir auf Desinfektionsmatten reinigen mussten. Janis musste durch eine Desinfektionswanne fahren. Die ganze Prozedur war recht zeitintensiv und ging uns relativ stark auf die Nerven, soll jedoch der weiteren Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche Einhalt gebieten.

Auf Grund dessen sind wir auf unserem heutigen Campingplatz erst kurz vor Sonnenuntergang eingetroffen. Das Tor für den Bereich der Overland-Trucks war bereits geschlossen, so dass Lesley unseren LKW in den Bereich für Pkws steuert und unmittelbar Ärger bekommt. Er konnte es jedoch mit der Managerin klären und wir unsere Zelte einfach dort aufbauen, wo Platz war. Der Campingplatz hieß Planet Baobab, und es existieren einige imposante Baobab Bäume, die man in der Abenddämmerung als schwarze Silhouette sehen kann. Wir haben uns an diesem Abend in die sehr originell eingerichtete Bar verzogen und für unsere letzten Pulas noch so viel Bier getrunken, wie wir bekommen konnten.