14. Tag (30. April 2009)

Springböcke

Halali

Halali Wasserloch

Gnu

Etosha NP

Es ging am frühen Morgen nach dem Abbauen der Zelte und vor Sonnenaufgang wieder auf Game Drive. Doch auch heute Morgen ist uns das Glück leider nicht hold, und wir sehen so gut wie keine Tiere, warum auch immer. Relativ enttäuscht sitzen die meisten Leute auf dem Weg nach Okaukuejo im Truck.

Auf der Fahrt unterhielt ich mich mit Daniela und sah aus dem Augenwinkel zwei Löwen, die auf einer abzweigenden Straße saßen. Ich rief laut: „Löwen!“ Die ganzen Leute waren schlagartig wieder hellwach und Lesley bremste sofort, da auch er die Tiere erspäht hatte. Als wir langsam rückwärts fuhren und an die Stelle zurück kamen, erkannten wir, dass es sich nicht um Löwen handelte, sondern besser noch um zwei Leoparden.

Als wir näher heran rollen, verschwinden beide im Gestrüpp. Das erste Tier können wir nicht mehr erspähen, jedoch haben wir Glück und können das zweite Tier im hohen Gras in geringer Distanz erblicken. Die Begegnung dauert nur wenige Sekunden, in der sich Tier und Mensch ins Auge blicken bevor es sich umdreht und innerhalb von wenigen Metern im hohen Gras verschwindet. Was für ein Erlebnis! Es ist erstaunlich, wie nur eine einzige Tierbeobachtung einen ganzen Game Drive retten kann.

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Parkausgang, da wir noch mehrere hundert Kilometer Fahrstrecke vor uns haben, bevor wir heute Abend unser Ziel Windhoek erreichen. Doch wie der Zufall es will, sichten wir auch noch einen Elefanten direkt neben der Straße. Es ist ein großer Bulle, der es auf eine beachtliche Größe bringt. Wenig später überquert er die Straße, um sich in einem Schlammloch zu vergnügen.

Unsere Fahrt nach Windhoek verläuft problemlos, wir legen einige Zwischenstopps ein, kaufen noch Biltong und erreichen Windhoek noch früh genug, um eine kleine Stadtrundfahrt absolvieren zu können. Wir schauen uns das Parlament an und können die berühmten Meteoriten in der Fußgängerzone besuchen, bevor wir in einem Backpacker einchecken.

Nachdem sich alle frisch gemacht und wir noch ein paar Bilder getauscht hatten, gehen wir heute Abend in Windhoek aus. Wir fahren zu Joey Brauhaus, einer urigen Kneipe, die mit viel altem Zeug vollgestopft ist und damit eine ganz eigene Atmosphäre ausstrahlt. Ich esse ein außerordentlich leckeres Gämsbock-Filet und genieße dazu ein süffiges, deutsches Hefeweizen. Es wird ein ausgelassener, fröhlicher und netter Abend, der erst nach Mitternacht endet.