13. Tag (29. April 2009)

Giraffen im Etosha

Etosha NP

Schakal

Der König

ir stehen früh auf, brechen die Zelte ab, nehmen noch ein schnelles Frühstück und sind erneut vor Sonnenaufgang auf dem Game Drive. Wieder sind viele Tiere zu erkennen. Ein Schakal heult direkt neben unserem Truck. Eine Wildkatze sitzt etwas versteckt im Gras. Wenig später erkennen wir einen Löwen in einiger Entfernung. Wir stoppen und schalten den Motor ab, um abzuwarten was passiert. Es ist zu erkennen, dass der Löwe direkt auf uns zu marschiert, so sind wir recht aufgeregt und freuen uns darauf, ihn aus nächster Nähe sehen zu können. Er schreitet unbeeindruckt und majestätisch nur wenige Meter hinter Janis über die Straße und geht auf der anderen Seite weiter seinem Ziel entgegen. Wow! Wir starten den Motor und rollen weiter. Etwas später ist nochmals ein älteres Männchen zu erkennen, leider jedoch weit entfernt. Ansonsten sehen wir noch einige Springböcke und haben an den beiden Wasserlöchern, die wir ansteuern, leider Pech. Sie sind verlassen und leer. Das Mittagessen nehmen wir an einem speziell umzäunten Picknick-Platz ein. Auf unserer weiteren Fahrt nach Halali, dem Campingplatz, auf dem wir die zweite Nacht im Etosha Nationalpark verbringen werden, können wir leider keine weiteren Tiere erkennen.

Als die Zelte wieder aufgebaut sind, mache ich mich auf den Weg zum Wasserloch. Leider tauchen außer ein paar Weber-Vögeln während der zwei Stunden am Nachmittag keine Tiere auf. Der optionale Nacht-Game-Drive heute Abend ist bereits ausgebucht, so dass keiner von uns daran teilnehmen kann, was schade ist.

Auf dem Game Drive heute Nachmittag hatten wir auch nicht sehr viel Glück. Ein einsames Hartebeest (Kuhantilope) war uns noch vergönnt. Auf dem Rückweg ins Camp konnten wir noch in sehr, sehr großer Entfernung einen Löwen auf der Jagd nach Zebras erkennen. Es war zwar sehr interessant und wir wären sicherlich auch noch länger geblieben, aber aufgrund der großen Distanz war nur sehr schwer etwas zu beobachten. Deshalb sind wir weitergefahren und kamen doch relativ enttäuscht zurück ins Camp. Da jedoch die Hoffnung sprichwörtlich zuletzt stirbt, bin ich gleich noch vor dem Essen ans Wasserloch und wurde entschädigt. Zuerst waren ein paar Zebras zu erkennen, die sich vorsichtig dem Wasserloch näherten, jedoch plötzlich flüchteten, als eine Hyäne auftauchte. Die Hyäne hatte wiederum nur wenige Minuten, um später ebenfalls das Feld zu räumen, da ein mächtiges Nashorn mit seinem Jungen plötzlich wie aus dem Nichts erschienen ist. So konnte ich doch über eine halbe Stunde die beiden Nashörner am Wasserloch beobachten und hatte damit mein Highlight des Tages.

Da es trotz Beleuchtung nach dem Essen am Wasserloch zu dunkel zum Fotografieren war, haben wir uns einfach mal gepflegt in die Bar verabschiedet und unser Bier dort getrunken. Zusammen mit Gesa und Manni wurde es noch ein spaßiger Abend. Auf dem Rückweg zum Zelt kam uns noch ein ziemlich betrunkener Holländer entgegen der mehrfach in die Nacht brüllte: „Is there anybody out there?“ Dieser Satz ging mir anschließend tagelang nicht mehr aus dem Kopf.