24. Tag (10. November 2008)

Tortuga Bay

Den heutigen Tag lasse ich langsam anlaufen. Nach dem Aufwachen lese ich erst einmal, gehe dann um die Ecke ins Café und frühstücke ausgiebig. Danach surfe ich noch kurz im Internet, bevor ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Souvenir mache. Souvenirläden gibt es wie an der Perlenschnur gezogen die ganze Charles Darwin Av. entlang. Aber das Übliche wie Shirts, Tassen und billig importierte Ware aus China interessiert mich nicht sonderlich. In den Art-Galerien wird es schon interessanter, und so finde ich doch noch ein Stück nach einigem Hin und her. Nachdem ich meine Beute glücklich im Hostal hatte, mache ich mich auf zum Strand, da es bereits kurz vor Mittag ist. Gerade als ich abbog, um den Weg zur Tortuga Bay einzuschlagen, kommen mir Martin und Irene aus Neuseeland entgegen. Das Hallo war natürlich groß, und so entschlossen wir uns, spontan einen Kaffee trinken zu gehen. Ich wusste von unserem letzten Treffen in Tena, dass sie am Sonntag ankommen werden und so hatte ich ein wenig Ausschau gehalten. Aber in diesem Moment war es eine Überraschung. So saßen wir noch eine halbe Stunde zusammen und sprachen über Galapagos, bevor die beiden zu einer Tour nach Isabella aufbrachen. Nun habe ich die beiden nach Riobamba und Tena nun zum dritten Mal ohne Absprache getroffen.

Nun aber mache ich mich endgültig auf dem Weg zur Tortuga Bay, wurde jedoch wiederum abgelenkt, weil die Aida Maria zur Reparatur am kleinen Kai festgemacht hatte und ich zuschauen wollte. Schließlich schaffte ich es nach einer weiteren Stunde Fußmarsch, am Strand anzukommen. Der Anblick war genial. Türkisfarbenes Wasser und hohe Wellen, die kräftig an den schneeweißen feinen Sandstrand schlugen. Eine ganze Zeit lang schlenderte ich den Strand entlang zu einer zweiten Bucht, in der man ohne gefährliche Strömung baden kann. Vereinzelt liegen Marineleguane im Sand und Pelikane fischen. Plötzlich liegt direkt vor mir ein Portmonnaie im Sand. Ich mache es auf und hoffe, dass ein Name oder ein Bild zu finden ist, doch nichts dergleichen, lediglich ein paar Dollars und so stecke ich es ein. In der zweiten Bucht finde ich zu meiner Überraschung sogar ein paar Büsche, unter denen ich gleich mein Handtuch ausbreite. Diese Bucht ist windgeschützt, und so ist das Wasser spiegelglatt wie in einer Badewanne und lädt zum Schwimmen ein. Zuvor esse ich jedoch zuerst ein paar Chips und werde umgehend von einem halben Dutzend Darwin-Finken umkreist, die immer wieder ein Stück näher hüpfen bis sie schließlich auf meinem Handtuch stehen. So geht das wirklich nicht, und ich versuche sie zu verscheuchen, schaffe es nicht und packe schließlich die Chips wieder ein.

So verbringe ich den Nachmittag am Strand und gehe erst gegen Abend wieder zurück.