22. Tag (08. November 2008)

Unser letzter Tag auf See. Die Aida Maria hat es noch bis Bartholome Island einen geschafft. Wir liegen vor Anker. Der Morgen zeigt sich im herrlichen Farbenspiel, wobei die Sonne einzelne Teile der Lavafelder durch die Wolkenlücken zum Leuchten bringt. Zudem ist gleich nach dem Aufstehen ein Regenbogen über der Insel zu sehen. Eine angenehme Zeit an Bord kurz nach Sonnenaufgang.

Nach dem Frühstück besteigen wir den höchsten Punkt von Bartholome und erhalten einen superschönen Blick auf die Insel selbst und ihre berühmte Bucht mit den beiden gegenüberliegenden Stränden. Natürlich zeigt sich auch Santiago Island in voller Pracht, wenn sich auch die Sonne hinter Wolken versteckt. Der schwarze Lavafluss, der vor über 100 Jahren fast den gesamten Ostteil der Insel überflutet hat, liegt heute noch da wie ein schwarzes Tuch. Nur die roten Vulkankegel schauen aus der Masse hervor. Die kleinen Formen der Lava auf der Insel sind auch sehr interessant und gut zu sehen, da es noch keine Vegetation auf der Insel gibt. Als wir wieder absteigen, geht es kurz an Bord, um uns für den Strand fertig zu machen. Mit dem Beiboot fahren wir an den goldfarbenen Strand. Schnell die Schnorchel-Sachen angezogen und ab ins Wasser. Hier an der berühmten Spitze sehen wir Unmengen an Fisch. Tausende kleiner roter Fische, die sich an den steil abfallen Felsen aufhalten, aber auch größere und buntere. An dieser Stelle glaubt man beim Schnorcheln, über eine Landschaft mit Tälern, Schluchten und tiefen Spalten zu fliegen. Derart schroff zeigen sich die Felsen unter Wasser.

Wieder zurück an Bord gibt es Mittagessen, und nach der Siesta fahren wir gleich wieder zum Schnorcheln hinaus. Dieses Mal an eine andere Stelle. Dort ging es wieder direkt vom Boot aus ins Wasser. Auch hier gibt es wieder jede Menge Fisch zu sehen, jedoch war es auch interessant zu erkennen, wie die Lava unter Wasser geflossen ist und welch unterschiedliche Formationen sich, verglichen mit der Ausbreitung an Land ergeben haben. Echt faszinierend! Unter einem Felsvorsprung können wir wieder einen großen Stachelrochen sehen, der sich dort versteckt hat. Außerdem ist ein großer Hai in einer kleinen Unterwasserhöhle zu erkennen. Er liegt nur da und bewegt sich leider nicht. Wenig später gibt es den heutigen Höhepunkt zu bestaunen. Ein kleiner Galapagos-Pinguin flitzt an uns vorbei. Echt ein Highlight, da es nur rund 40 Tiere auf Bartholome gibt.

Zuletzt unternehmen wir mit dem Beiboot noch eine Ausfahrt um die Halbinsel, während der wir Blaufußtölpel, die kleinen Seelöwen und natürlich Pinguine zwischen den Felsen an Land beobachten. An den Seelöwen, der auf einem Feldvorsprung liegt, fahren wir so nah heran, dass man ihn hätte streicheln können. Als Reaktion hat er nur einmal kurz ein Auge aufgemacht.

Die Pinguine sind recht klein, aber es ist trotzdem sehr verwunderlich, Pinguine so nahe am Äquator anzutreffen. Die Tierwelt auf diesen Inseln überrascht immer wieder. Als wir wieder an Bord der Aida Maria sind, starten wir unsere langsame Fahrt nach North Seymour. Es schaukelt wieder recht ordentlich, aber mir macht es mittlerweile auf dieser Tour gar nichts mehr aus.