16. Tag (02. November 2008)

Aida Maria

Pelikan

Seelöwe im Kanal

Nach einem frühen Frühstück befinde ich mich nun am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Galapagos. Ich freue mich bereits riesig darauf. Gestern Abend hatte ich mir noch überlegt, auf dem Rückweg nicht mehr an die Küste zu fahren denn die Busfahrten dorthin und nach Quito zurück erschienen mir einfach zu lang und zu stressig. So konnte ich heute Morgen bei Tame meinen Rückflug von Galapagos problemlos umbuchen, so dass ich nach meiner Bootstour einfach noch drei Tage länger dortbleibe und für eine Nacht direkt nach Quito zurückkehre, bevor ich nach Europa zurückfliege.

Nach dem Start durchbrachen wir die geschlossene Wolkendecke. Als wir durch das Fenster auf das Meer der Wolken blickten, erschienen die Gipfel des Illniza, des Cotopaxi und des Chimborazo wie Inseln im Meer. Ein unglaublich schöner Anblick. Nach einer Zwischenlandung in Quayaquil bin ich nun auf Galapagos angekommen. Die Ankunft, das Abfertigen und auch die Gepäckabholung sowie das Auffinden der Gruppe verlaufen ganz einfach. Im Bus ging es anschließend zusammen an die Landungsstelle und an Bord unserer Jacht, der Aida Maria. Ich glaube, wir sind ein gut zusammen gewürfelter Haufen: ein schon etwas älteres Pärchen aus Israel, zwei Freundinnen aus Frankreich und ebenfalls zwei Freundinnen aus der Schweiz, ein weiteres Pärchen aus Kanada, sowie ein junges Backpacker-Pärchen aus Neuseeland. Auf vier weitere Leute müssen wir noch warten. Der nächste Flug lässt nicht lange auf sich warten.

Gleich am Landungssteg liegen Seelöwen und dösen, und lassen sich in keiner Weise aus der Ruhe bringen. Der erste Eindruck von Galapagos zeigt damit gleich, dass die Tierwelt hier sehr speziell ist. Wir sitzen am Bug der Jacht und unterhalten uns, währenddessen können wir bereits Blaufußtölpel beim Fischen beobachten. Als die vier Nachzügler schließlich an Bord gehen, geht es auch gleich los.

Wir fahren nach Santa Cruz zum Bachus Beach. Wie auch ein paar andere Boote ankern wir vor der Bucht und werden nach einem kurzen Briefing mit dem Beiboot an Land gebracht. Es ist ein herrlich: weißer Sandstrand mit einem kleinen Riff und türkisfarbenem Wasser. Zuerst gehen wir ein wenig den Strand entlang und sehen Spuren von Meeresschildkröten. Hinter den Dünen befindet sich eine Lagune, in der wir vier Flamingos beobachten können. Am Strand zurück können wir beobachten, wie mehrere hundert Blaufußtölpel wie Pfeile ins Meer zum Fischen stürzen. Wir alle sind ziemlich beeindruckt. Jedoch am meisten beeindruckt haben mich an diesem Tag die Pelikane, die mit nur wenigen Metern Abstand über uns hinweg flogen und sich ganz in unserer Nähe am Strand niederließen. Es ist schon toll, solch große Vögel aus dieser kurzen Distanz beobachten zu können. Faszinierend ist auch, wie die Vögel in unmittelbarer Nähe nur eine Handbreit über den Sand gleiten.

Anschließend waren wir zum ersten Mal Schnorcheln. Das Wasser war herrlich, aber die Sichtweite leider sehr eingeschränkt. So habe ich die Flossen schnell wieder ausgezogen und bin nur so im Wasser gewesen. Wieder an Bord fuhren wir in den Kanal zwischen Santa Cruz und der Insel Baldra. Nach einem sehr guten Abendessen standen wir an Bord noch zusammen und unterhielten uns. Nach einem ereignisreichen Tag sind alle an Bord früh zu Bett gegangen. Ich gehe als letzter und versuche, auf Deck zu schlafen. Das gelingt mir aber nur bis 2:00 Uhr. Das Licht wird leider nicht gelöscht und deshalb kommen die Mücken. Ich ziehe mich in meine Kabine zurück.