15. Tag (01. November 2008)

Heute verlasse ich Tena und damit den Oriente wieder. Mit dem Bus fahre ich nach Quito zurück. Es kommt mir fast wie das Ende der Reise vor, wobei der eigentliche Höhepunkt erst noch bevorsteht. Morgen geht es auf die Galapagos-Inseln.

Nach sechs Stunden bin ich wieder im scheußlich grauen, regnerischen Quito angekommen. Das Thermometer zeigt 10 °C und Regen begrüßt mich. Auf der heutigen Fahrt war zuerst einmal alles in Ordnung, denn wir durchfuhren den warmen Dschungel, und die Fahrt verlief gut. Doch je höher der Bus sich die Passstraße hinaufkämpfte desto mehr wurden wir von Wolken und Nebel eingehüllt. Als wir in über 4.000 m den Pass überfuhren, waren alle Scheiben beschlagen, und es wurde schrecklich kalt im Bus. Auch der anschließende Abstieg um über 1.000 m konnte nichts mehr daran ändern. So habe ich anstelle eines T-Shirts wieder zwei Pullover an. Anschließend im Hostal bin ich nur einmal kurz aus dem Haus, um etwas zu essen. Als ich wieder ins Hostal zurückkomme, zünde ich zuerst einmal den Holzofen an. Zum gleichen Zeitpunkt kommen zwei ältere britische Damen zur Tür herein. Wir kommen gleich ins Gespräch, und wie sich herausstellt, haben beide fast 30 Jahre in Zimbabwe gelebt. Vor ungefähr drei Jahren jedoch mussten sie das Land verlassen und leben heute in Australien und Deutschland. Der Abend wurde beim Zuhören richtig spannend, denn es war interessant zu hören, wie sie damals durch viele Länder reisten und schließlich in Zimbabwe hängen geblieben sind.