22. Tag (10. Oktober 2007)

Angaga

Nachdem ich heute lange geschlafen hatte und ein herrliches Frühstücksbuffet mir habe schmecken lassen, gehe ich tauchen. Motto gibt mir und einem Typ aus Dänemark die entsprechenden Einweisungen, bevor wir mit der ganzen Ausrüstung ausgestattet werden. Als wir ins Wasser kommen, ist es eine angenehme Abkühlung, denn an Land in einem Neoprenanzug wird es doch sehr schnell heiß. Fast 10 Jahre nach meinem letzten Tauchgang ist mir der Umgang mit der Ausrüstung nicht mehr ganz geläufig. Aber nach ein bisschen Training geht es doch wieder ganz gut. So hängen wir gleich einen Tauchgang an die Einführung und das Training an. Obwohl ich natürlich ziemlich mit meiner Ausrüstung beschäftigt bin, geht es recht gut und ich kann die Vielfalt des Riffs genießen. Nicht weit von mir entfernt gleitet graziös eine kleine Schildkröte an mir vorbei. Später sehe ich tief unter mir sogar einen Rochen. Während der ganzen Zeit sind natürlich ziemlich viele Fische und auch wieder ein Riff mit lebendigen Korallen zu sehen. Das Riff hat sich glücklicherweise wieder von der Korallenbleiche von vor 10 Jahren erholt. Es ist beeindruckend, wie kraftvoll die Natur doch immer wieder agiert. Nach fast einer Dreiviertelstunde tauchen wir wieder auf und ich bin überrascht, wie lange wir unter Wasser waren. Mir ist es so vorgekommen, als wäre nur eine Viertelstunde vergangen. Nachdem ich jedoch aus dem Wasser heraus war, stelle ich fest, dass es doch echt anstrengend gewesen war und stärke mich erst einmal am Mittagsbuffet. Dabei lerne ich Silvia und Fred aus Österreich kennen, und so muss ich nicht mehr alleine am Tisch sitzen.

Am Nachmittag ziehe ich mich erst einmal wieder auf meiner Liege zurück. Dabei kann ich ausgiebig lesen oder einfach nur in der Sonne liegen. Die letzten Postkarten habe ich heute auch noch geschrieben und mir den Sonnenuntergang angeschaut, welcher heute deutlich besser war als gestern.