21. Tag (9. Oktober 2007)

Farbtupfen im Blau

Angaga

Es geht früh aus den Federn. Nach dem Frühstück bringt mich wieder ein Dohni zurück zum Flughafen. Auch heute Morgen hatte ich die gleiche Diskussion wie gestern Abend. Mir ging es dabei nicht um den einen Dollar, sondern ich hatte schlichtweg keine Landeswährung und keine kleinen US-Dollar Scheine bei mir. So verließ ich das Boot und schaute in das ärgerliche Gesicht des Fährmanns.

Ich bin überrascht, wie viele Flüge es hier auf die einzelnen Atolle und Inseln gibt. Es ist durchorganisiert wie bei den großen Fliegern mit Check-in und Boarding. Allgemein hätte ich nicht erwartet, dass die Malediven soweit entwickelt sind. Male hat nichts von einem Kaff in einem Inselstaat der Dritten Welt. Nach einer kurzen Verzögerung, weil wir noch auf einen Flug der Emirates Airlines gewartet hatten, heben wir ab. Es eröffnet sich schnell ein guter Blick auf Male und die umliegenden Inseln. Die einzelnen Atolle liegen wie Farbtupfen in einem unendlichen Blau verstreut. Es ist herrlich anzuschauen. Nach ein paar Minuten Flug erreichen wir die offene See und können bereits am Horizont das südliche Ari-Atoll ausmachen. Auch hier ergibt sich ein tolles Bild. Nach etwa einer halben Stunde landen wir bereits. Unser Pilot setzt recht locker auf der Wasseroberfläche auf und wir gleiten zu einem Ponton, an dem wir festmachen und aussteigen. Ich werde mit einem Boot abgeholt und nach Angaga rübergefahren. Dort angekommen, erhalte ich meinen Begrüßungsdrink und kann endlich die lange Hose und die Schuhe ausziehen. Die Insel ist genau, wie ich sie mir vorgestellt hatte: sehr grün, mit Palmen und einem weißen Korallensandstrand. Ich richte mich in meinem Bungalow ein und erkunde zuerst einmal das kleine Eiland. Dies dauert nicht wirklich lange, denn die Insel hat vielleicht einen Durchmesser von 150 m. Gegen Abend begebe ich mich zu den Wasserbungalows und setze mich dort in die Sundown Bar. Dort wird bei einem kühlen Bier während des Sonnenuntergangs entspannt.