20. Tag (8. Oktober 2007)

Durch die Luft

Male

Ich stehe heute bereits um 6:00 Uhr auf, da bereits eine halbe Stunde später das Taxi zum Flughafen wartet und ich noch schnell meine ganzen Sachen packen muss. Ja, ich fliege heute wieder und bin nicht mehr auf der Schiene unterwegs. Ich kann es selbst doch kaum glauben.

Jedenfalls verläuft die Taxifahrt problemlos, und so stehe ich schon zwei Stunden vor dem Abflug am Flughafen. So früh war ich ja schon lange nicht mehr vor einem Abflug da. Die ganze Prozedur mit Check-in, Sicherheit, Zollkontrolle läuft wie Butter, und so muss ich nun noch mehr als eineinhalb Stunden in einem Café totschlagen, bevor es endgültig ab in den Süden geht. Endlich Urlaub, ich hab’s mir verdient!

Ich hatte mich schon am Abflugschalter gewundert, warum so wenige Leute da waren. Nun erkenne ich auch warum. Der Flug ist gerade mal zu 20 % belegt. So ist es ein sehr angenehmer und ruhiger sechsstündiger Flug. In KL angekommen, strömt mir gleich beim Verlassen des Flugzeugs feucht-warme Luft entgegen. Ich bin wieder in den Tropen. Auf dem Flughafen ist es ruhig, nur wenige Leute sind unterwegs. Ich schaue ein bisschen fern und surfe kurz im Internet, was hier kostenlos angeboten wird. So vergeht die Wartezeit doch recht schnell und als es dunkel ist, mache ich mich auf zur nächsten Etappe nach Male.

Als ich in Male ankomme, geht alles recht schnell. Ein „Dohni“ genanntes Boot bringt mich von der Flughafeninsel hinüber nach Male. Dabei hatte ich noch eine Diskussion wegen des Preises. Die Fahrt war eigentlich in meiner Hotelübernachtung inklusive, aber das war dem Fährmann wohl irgendwie nicht bekannt.

Nachdem ich mein Gepäck im Hotel abgestellt hatte, bin ich noch durch Male geschlendert und war überrascht, dass der Verkehr auf der winzigen Insel dem von Peking in nichts nachsteht. Motorroller und Autos überall, ebenso Geschäfte wie in den Einkaufsstraßen der Großstädte. Die waren hier genauso hell erleuchtet wie dort. Nach einer Stunde war ich wieder im Hotel zurück, schaltete die Klimaanlage aus und bin nach einem langen Tag schlafen gegangen.