1. Tag (19. September 2007)

Cosmos Hotel Moskau

Wieder einmal sitze ich an einem Flugsteig und warte auf meinen Flug. Doch dieses Mal könnte man sagen: Es geht auf eine Weltreise! Ich fliege nach Moskau und werde von dort zwei Tage später in den Zug der Züge steigen, um nach Fernost zu fahren. Die TransSib war schon immer eine Idee, welche nun dieses Jahr verwirklicht wird. Doch zuvor werde ich noch für zwei Tage in der Hauptstadt der russischen Föderation verbringen. Moskau, eine der letzten Städte, die mich noch wirklich interessieren. Ich bin schon sehr gespannt darauf. In circa vier Stunden wird die Maschine landen, und anschließend werde ich mich mit einer der berühmtesten Metros der Welt dieser Stadt zu nähern.

Das hat bis jetzt wunderbar geklappt. Im Flugzeug habe ich auch schon die erste Russin kennengelernt. Irina, meine Sitznachbarin auf dem Flug nach Moskau. Sie lebt in Deutschland und absolviert ein Fernstudium in ihrer Heimatstadt im Ural, weshalb sie nun zu ihren Prüfungen anreisen wird.

Obwohl die Einreisekarten nur mit kyrillischen Buchstaben gedruckt sind, hat meine Einreise gut geklappt, da ich die Einreisekarten gut aus dem Reiseführer abschreiben konnte. Nun sitze ich im Expresszug vom Flughafen in die Stadt und bin dabei, mein Abenteuer zu beginnen. Zu meiner ersten Überraschung stelle ich fest, dass es hier ziemlich warm ist und ich erst einmal ein paar Kleidungsstücke ablegen muss. Im Expresszug lerne ich noch einen Typ aus Wien kennen, mit dem ich mich die Fahrt über nett unterhalte. Am Schluss zeigt er mir noch den Weg zum Metro-Ticket-Schalter und bringt mir den russischen Ausdruck für 10 Fahrscheine bei.

Der Einstieg in die richtige Metro war schließlich gar nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Schilder waren alle nur mit kyrillischen Buchstaben beschriftet. Aber auch in Moskau gibt es junge Leute, die englisch sprechen, und so konnte ich mit einigen Nachfragen in den richtigen Zug einsteigen. Während der Fahrt zählt man dann einfach die Stationen und trifft den richtigen Punkt auf dem U-Bahn Plan. So bin ich nun im Hotel angekommen und habe gleich eine Dusche genommen. Dann mache ich mich auf dem Weg in die Stadt, um etwas zu essen.

Ich gehe wieder zur Metro und fahre zum Kreml. Ich bin beeindruckt, als ich kurz darauf auf dem Roten Platz stehe und vor mir die Basilius-Kathedrale angestrahlt stehen sehe. Der Platz ist hell erleuchtet und bietet einen überwältigenden Anblick.