3. Tag (24. Februar 2006)

Heute Morgen machen wir uns auf den Weg an die Nordküste, wir wollen nach Maracas, dem berühmten Strand der Insel. Die Fahrt durch die Stadt verlangt gute Nerven, weil der Karneval bereits seine Schatten vorraus wirft. Es sind jede Menge Leute unterwegs, und der Verkehr ist noch schlimmer als sonst. Doch schließlich sind wir auf der Straße, welche in die Berge führt und können fahren. Der Nebel hängt tief im Regenwald und es bewölkt sich immer mehr. Als wir auf die Küstenstraße durch die Berge abbiegen beginnt es bereits zu regnen. Auch als wir am Strand ankommen, tröpfelt es, aber wir lassen uns nicht abschrecken, denn es ist natürlich trotzdem warm. Zuerst essen wir einen wirklich guten Bake&Shark, eine Spezialität aus Maracas. An diesem Strand halten wir uns nicht lange auf und fahren nach Las Cuevas, die nächste Bucht, weiter. Hier trinken wir zuerst einmal ein Carib. Als der Schauer aufgehört hat, gehen wir am Strand entlang. Der Regenwald reicht bis an den Sand. Natürlich ist auch hier heute nicht sehr viel los, und so genießen wir die Atmosphäre eine ganze Zeit lang. So am Strand entlang zu gehen, ist traumhaft schön und dabei das warme Wasser bis zu den Knien zu spüren und die Nase im Wind zu haben.

Als wir wieder am Parkplatz zurück sind, fahren wir nach Blanchisseuse weiter und später in einer großen Schleife durch die Berge wieder zurück nach Port of Spain. Die Strecke ist atemberaubend, da die Straße sehr schmal, extrem kurvenreich und mit Schlaglöchern übersät ist. Dabei wächst das Grün bis an den Straßenrand. Zum Teil wird die Straße von Bambus oder anderem Grünzug komplett in einem Bogen überspannt. Als wir in höhere Lagen der Berge kommen, zieht noch Nebel durch die Bäume und verbreitet eine mystische Stimmung. Wir können natürlich nicht schnell fahren, und so zieht sich die Strecke ordentlich. Bei Gegenverkehr wird es dabei jedes Mal spannend, besonders, wenn man diesen erst im letzten Moment hinter einer Kurve wahrnimmt. Das Fahren macht dadurch jedoch umso mehr Spaß. Als die Straße nach Erreichen des Bird Wildlife Sanctuary wieder breiter und besser wurde, war es mir natürlich auch recht.

Als wir schließlich in Port of Spain zurück waren, haben wir noch Marilyn und Lorenz besucht und auf deren Terrasse den Abend verbracht, uns nett unterhalten, den lauen Sommerabend genossen und ein paar Drinks rein gekippt. Als die beiden sich für ihre erste Karneval Veranstaltung fertig machen mussten, haben wir uns auf den Weg in eine Kneipe gemacht. Dort haben wir uns das Treiben auf der Straße angeschaut und noch ein paar Caribs genossen.