2. Tag (23. Februar 2006)

Port of Spain

Juniors Carneval

Juniors Carneval

Dass ich heute bereits um 5:00 Uhr aufstehen musste, hat mir eigentlich gar nicht viel ausgemacht. Ich werde sogar von der Security geweckt und mache mich auf den Weg nach Scarborough zur Fähre, mit der ich heute nach Trinidad hinüberfahre. Ein bisschen dumm aus der Wäsche geschaut habe ich heute Morgen schon, als sich niemand zu dieser Zeit am Taxistand befand, obwohl mir gestern mehrfach versichert wurde, dass ich von dort ein Taxi nehmen könnte. Kurzentschlossen wollte ich zum Flughafen marschieren, der hier gleich um die Ecke liegt, um von dort ein Taxi zu nehmen, aber schon auf dem Weg dorthin hat ein so genanntes Route-Taxi angehalten und mich mitgenommen.

Im Fährterminal ging alles sehr schnell, da ich bereits ein Ticket hatte, welches mir netterweise schon organisiert worden war. So musste ich nur zum Boarding, um kurz darauf an Bord der Seacat gehen zu können. Das Schiff ist recht groß, und das Laden der Pkw dauert karibisch lang. Doch irgendwann ist es geschafft, und die Leinen werden losgemacht. Kurz nach Ablegen vom Kai gibt der Kapitän Vollgas und am Heck entsteht eine riesige Wasserfontaine des Jet-Antriebs. Die Fahrt verläuft ruhig. Wenig später ist bereits die Küste Trinidads zu sehen, welcher wir anschließend eine ganze Stunde folgen. Als die Fähre die vorgelagerten Inseln erreicht, führt uns unser Kurs in einer großen Schleife Richtung Port of Spain. Als die Fähre zum Schluss am Terminal anlegt, gehe ich nach einer sehr schönen Fahrt von Bord und versuche gleich zu telefonieren. Doch dazu brauche ich recht lange. Zuerst habe ich keine Münzen, dann treffe ich nur auf Kartentelefone oder auf solche Apparate, die nicht funktionsfähig sind. Später, nachdem ich in einer Bar Münzen organisiert hatte, nimmt niemand ab. Deshalb kaufe ich eine Telefonkarte, die, wie sich recht schnell herausstellte, jedoch nur für Übersee-Gespräche zugelassen ist. Doch schließlich klappt es und Wendy und Paul holen mich am Terminal ab. Wir fahren zu Marilyn und ich nehme das Auto, mit dem wir in den nächsten Tagen unterwegs sein werden. Wie ich erfahre, ist es das Auto ihres Sohnes, welches wir für die nächsten Tage gemietet haben. Somit bin ich nun mobil und wir fahren zum Apartment, unserer Unterkunft für die nächsten Tage. Es ist recht groß und für uns auf jeden Fall ausreichend. Am Nachmittag mache ich es mir gemütlich und fahre am Abend zum Einkaufen zum Supermarkt. Hier fällt mir mal wieder auf, was wirklich Dienstleistung heißt. Nicht nur, dass die eingekauften Sachen an der Kasse in Tüten gepackt werden, nein, auch der Einkaufswagen wird zum Auto geschoben, so dass ich nach dem Entladen der Sachen in den Kofferraum den Wagen nicht zurückbringen muss.

Am Abend fahre ich zum Flughafen raus, um Wolfgang abzuholen. Es klappt hervorragend. Wir begrüßen uns im Terminal und fahren anschließend zusammen ins Apartment zurück. Dort köpfen wir noch ein paar Caribs, reden über die nächsten Tage, den Karneval und was uns sonst noch so alles erwarten wird. Gegen Mitternacht fallen uns die Augen zu.