5. Tag (09. März 2005)

Scarborough

Fort King Georg

Heute geht es in die Hauptstadt der Insel nach Scarborought. Ich nehme den Bus und bin auch ruck-zuck dort, da es auch nicht wirklich weit ist. Als ich angekommen bin, gehe ich zum Fährterminal und frage nach den Abfahrtszeiten der Seacat nach Port of Spain, auf Trinidad. Um 7.00 Uhr geht das Schiff! Bevor ich buchen will; kümmere ich mich erst um einen Rückflug; da es auf dem Rückweg mit den Fahrzeiten der Seacat für mich überhaupt nicht passt. In einem Reisebüro konnte ich auch recht schnell ein Flugticket besorgen. Als ich jedoch anschließend mein Ticket für die Fähre kaufen wollte, musste ich zuerst eine Nummer ziehen, wobei ich leider feststellte, dass wohl 80 Leute noch vor mir dran waren, und die Abfertigung an nur einem Schalter abgewickelt wird. Als ich mir dazu noch vorstellte, mit welcher Seelenruhe die Schalterangestellte die Tickets ausstellte, habe ich mich schnell entschlossen, die Seacat nicht zu nehmen und bin einfach noch einmal ins Reisebüro, um für den Hinflug auch noch ein Flugticket zu kaufen. Somit muss ich auch nicht ganz so früh aufstehen, da der Flug erst nach 9.00 Uhr ging.

Da ich nun die Sachen erledigt hatte, wegen derer ich hierher gekommen war, habe ich mir erst einmal etwas zu essen gesucht. In einem kleinen Restaurant, mitten in der Stadt mit einem netten Blick auf den Hafen habe ich etwas gefunden. Anschließend machte ich mich schließlich auf Sightseeing-Tour. Ziemlich lange habe ich mich am Ford King Georg aufgehalten, welches hoch über der Stadt liegt und einen wunderbaren Blick bietet. Die drumherum angelegten Grünanlagen sind sehr gepflegt, mit zum Teil uraltem Baumbestand, dessen Schatten gerne zum Verweilen einlädt. Es ist einfach herrlich, hier zu sein und die Wärme und Sonne zu genießen.

Auf dem Rückweg zum Hafen kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten ein und komme per Zufall an einem Friseur vorbei. Nun habe ich die Kurzhaarfrisur, die ich mir bis jetzt nicht zugetraut habe. Es ging fast so schnell, dass ich nicht mehr „halt“ sagen konnte. Aber was soll’s, es sieht so schlecht gar nicht aus und im Allgemeinen wachsen Haare ja wieder nach.

Als ich den Bus zurück nach Black Rock nehmen wollte, haben sich alle Leute direkt an den Bussen angestellt. Als die Türen aufgingen, gab es ein kräftiges Gedränge. Ich blieb ganz locker, ich habe mich bereits damit abgefunden, dass ich wohl im Bus stehen müsste. Es kam jedoch alles anders als gedacht. Nachdem alle Sitzplätze besetzt waren, wurde die Türe geschlossen und der Rest der Leute blieb draußen. Ich habe ungläubig geschaut und mich dann in eine Kneipe verzogen, um auf den nächsten Bus zu warten. Wie sich herausstellte, ist es per Gesetz verboten, Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln stehend zu befördern. Nun ja, wenn es beim nächsten Bus auch nicht klappen sollte, werde ich eben ein Taxi nehmen.

So, beim zweiten Anlauf hat es nun geklappt, da auch nicht mehr so viele Leute da waren. So bin ich nach einem recht interessanten Ausflug in die „Großstadt“ wieder zurück im gemütlichen Black Rock.