15. Tag (19. März 2005)

Port of Spain

Steel Band Competition

Ich bin heute früh aufgestanden, habe kurz etwas gefrühstückt und anschließend meine Sachen zusammengepackt. Denn ich dachte, dass es eigentlich kein großes Problem sein könnte, ein Auto zum Flughafen zu finden. Doch leider ist es morgens um 8:00 Uhr kaum möglich, da nicht sehr viel auf den Straßen los ist. Doch ich habe Glück und finde noch einen netten Typ, der mich für ein paar TT-Dollar mehr fährt. Ich bin zwar schon recht spät dran, aber nach einer halben Stunde erreiche ich gerade noch 30 Minuten vor Abflug den Airport, was jedoch für den kurzen Flug nach Trinidad ausreichend ist.

Am Flughafen in Port of Spain holt mich Marilyn ab. Nach einer freudigen Begrüßung fahren wir zusammen in die Stadt. Dies dauert recht lang, da auch hier in der Karibik der Verkehr nicht gerade flüssig läuft. Nach einigen kurzen Besorgungen in der Stadt erreichen wir das Haus von Marilyn. Auf der Terrasse, von der man einen wunderbaren Blick auf Port of Spain hat, ist erst einmal Entspannung angesagt.

Gegen Mittag wird die ganze Familie ins Auto gepackt, und wir fahren Richtung San Fernando zum Mittagessen. Wir essen typisch indisch. Das Essen wird auf großen Blättern serviert, und man isst mit den Fingern. Es ist zum Teil recht scharf, aber lecker. Am Nachmittag fahren wir zu Wendy und Paul. Bei ihnen werde ich die nächsten Tage wohnen. Ich werde herzlich aufgenommen und fühle mich gleich pudelwohl.

Wie ich dann erfahre, bin ich heute zur richtigen Zeit angekommen. Es findet nämlich heute Abend eine Steel-Pan-Competition statt. Dabei handelt es sich um ein Konzert, bei dem Steel-Bands in einem Wettbewerb gegeneinander antreten. Wir fahren mit dem Auto in die Stadt, da eine Bekannte von uns bei der Britisch High Commission arbeitet, parken wir direkt auf dem Botschaftsgelände und haben nicht weit zum Konzert. Die erste Band spielt bereits, als wir ankommen. Die Musik ist absolut mitreißend und mit so viel Power, dass man es kaum glauben kann. Man ist automatisch gezwungen, gleich zu wippen und den Rhythmus auf sich wirken zu lassen. Nach etwa einer dreiviertel Stunde hat die Band dann gewechselt, und die nächste Gruppe hat dem Publikum und den Juroren eingeheizt. Jedenfalls war es ein superschöner Abend und ein riesiges Highlight, welches nur ein paar Mal im Jahr stattfindet. Gegen Mitternacht, nach ungefähr vier Gruppen, haben wir uns dann müde auf den Nachhauseweg gemacht. Somit ging wieder einmal ein wunderschöner Tag zu Ende.