7. Tag (30. September 2005)

Quer durch Peking

Die Ming Gräber

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer

Ich gehe heute auf eine Tour zu Großen Mauer. Morgens um 7.00 Uhr werde ich bereits am Hotel abgeholt, und wir fahren quer durch die Stadt. Das Wetter ist erheblich besser als gestern. Zu unserer Überraschung laden wir nach etwa einer Stunde Fahrt zwei weitere Leute ein, anschließend geht es weiter, wir wechseln noch das Auto und den Fahrer und kommen schließlich beim Tour-Bus nach eineinhalb Stunden an. Wir sind die letzten der Gruppe und somit vollständig. Nun geht es endlich los! Wir fahren auf dem großen Highway aus der Stadt heraus und machen unseren ersten Stopp an einer Fabrik, in der Jade geschliffen und verarbeitet wird. Es gibt eine kleine Besichtigungstour, und wir können uns dort die extrem großen aufwändigen Stücke anschauen. Der angeschlossene Verkaufsladen ist riesig, und da sehr viele Touristengruppen dort sind, wird uns gleich am Eingang ein Sticker mit einer Nummer ausgehändigt, damit wir unseren Tourbus wiederfinden können und nicht verloren gehen. Jade gibt es in unterschiedlichen Farben, von weiß über braun bis zum bekannten Grün in fast allen Abstufungen.
Danach fahren wir weiter zu den Ming-Gräbern, um diese zu besichtigen. Es handelt sich dabei um 14 Anlagen, wobei wir natürlich nur eine besuchen werden, die für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Die Anlage ist sehr schön an einem sanften Hügel gelegen. Vor dem Eingang ist eine herrliche Blumenpracht aufgebaut. Wir betreten das Gelände und erreichen recht schnell eine große Halle, es ist die größte aus Holz gebaute Halle Chinas mit riesigen Säulen, die nur aus einem Stamm gefertigt wurden. Nicht nur die Halle beeindruckte sehr, sondern auch die darin ausgestellten Exponate. Als wir die Anlage weiter besichtigen, müssen wir aufpassen, dass wir unseren Tour Guide unter den vielen Leuten nicht verlieren. Am Ende der Anlage erreichen wir den Grabhügel, der natürlich für die Touristen nicht geöffnet ist. Uns eröffnet sich jedoch ein herrlicher Blick ins Tal und auf die zur Rechten und Linken liegenden weiteren Gräbern.
Auf dem Weg zum Mittagessen besuchen wir noch kurz eine Akademie für chinesische Medizin. Es hat sich jedoch sehr schnell herausgestellt, dass es sich eigentlich nur um eine Verkaufsveranstaltung gehandelt hat. Einige haben gleich am Bus gewartet und nachdem die Letzten wieder zurück waren, konnte es weitergehen.
Nach dem Essen erreichten wir schließlich die chinesische Mauer in Badaling. Schon auf der Anfahrt dorthin ist sie zu sehen und sehr beeindruckend, wie sie sich über die Berge schlängelt. Als wir den Parkplatz erreichen, steigen wir aus, werden mit einer Plastik Bobbahn nach oben gebracht und können auf der Mauer entlanggehen. Überall sind Leute, und die gesamte Mauer ist voll davon, doch der Ausblick entschädigt dafür. Die Mauer ist dem Bergrücken angepasst, d.h. es geht sehr steil hoch und auch wieder runter. Es ist erheblich anstrengender, auf der Mauer zu gehen als ich erwartet habe. Nach ungefähr einer halben Stunde erreichen wir die höchste Stelle. Von hier oben ist die Mauer über Kilometer hinweg sichtbar und schlängelt sich über die Berge. Es ist erkennbar, dass es vielleicht möglich ist, der Mauer weiter zu folgen und so wieder auf den Parkplatz zurückzukehren. Leider bin ich mir jedoch nicht ganz sicher und so entschließe ich mich, nur ein Stück weiterzugehen, so dass ich noch umkehren und rechtzeitig am Bus sein könnte. Auf dem weiteren Weg treffe ich einen Amerikaner, den ich fragen konnte und der mir bestätigte, dass auch auf diesem Weg der Parkplatz zu erreichen sei, da er gerade von dort komme. Somit kann ich gemütlich weitergehen, denn hier auf diesem Abschnitt der Mauer sind erheblich weniger Leute unterwegs, und ich genieße den herrlichen Blick. Durch das Teleobjektiv meiner Kamera kann ich erkennen, dass auf anderen Bergrücken die Mauer nicht wie hier restauriert wurde. Trotzdem ist es erstaunlich, wie ein so altes Bauwerk noch in so gutem Zustand sein kann und dies über Hunderte wenn nicht gar Tausende von Kilometern. Ich bin schwer beeindruckt, als ich so auf der Mauer sitze und meinen Blick für die letzte halbe Stunde schweifen lasse.
Als ich wieder am Bus zurück bin, packen wir unsere Sachen und fahren direkt nach Peking zurück. Auf der Rückfahrt bin ich der Erste, den sie ausladen und somit wieder einigermaßen frühzeitig im Hotel zurück. Ich gehe noch schnell im Hotel thailändisch essen und beschließe anschließend den Tag.