14. Tag (07. Oktober 2005)

Maglev

Maglev

Pudong bei Nacht

Ich habe früh am Morgen meine Sachen zusammengepackt und mich nach dem Frühstück auf den Weg zum Flughafen nach Shanghai gemacht. Gestern habe ich mich dazu entschieden, zuerst zum Flughafen zu fahren, und dort mein Gepäck einzulagern, da mein Flug ja erst heute gegen Mitternacht Shanghai verlässt. So komme ich nach einer etwa zweistündigen Fahrt am Flughafen an und gebe mein Gepäck in die Aufbewahrung. Es ist noch nicht sehr viel los, und ich mache mich auf den Weg zur Maglev. Die Magnetschwebebahn verbindet den Flughafen mit der Stadt. Ich bin schon begeistert, als ich nur am Bahnsteig stehe und der Zug einfährt. Nachdem der Zug die Schiene gewechselt hat, kann man einsteigen. Es ist nicht sehr viel los, so habe ich sehr viel Platz im Zug. Es geht los! Der Zug beschleunigt recht flott, nur an der Anzeige im Wagen ist die Geschwindigkeit zu erkennen. Innerhalb weniger Sekunden haben wir 180 km/h erreicht, überholen bereits recht flott die ersten Autos auf der danebenliegenden Autobahn und erreichen nach 2 Minuten Tempo 430 km/h. Nach weiteren 2 Minuten Vollgas wird schon wieder gebremst, und wir erreichen den Bahnhof am Rande der Stadt. Dort mache ich einige Bilder und bin so begeistert, dass ich sofort wieder zum Flughafen hinaus und wieder zurück in die Stadt fahre. Heute Abend werde ich leider nicht das Vergnügen haben, mit 430 km/h über die Schiene zu flitzen, da bereits gegen 17.30 Uhr Betriebsschluss der Maglev ist.
Nach dem zweiten Trip vom Flughafen und in die Stadt mache ich mich auf dem Weg ins Zentrum und nehme die Metro. In der Einkaufsstraße von Shanghai komme ich mir vor, als gäbe es heute zum letzten Mal etwas einzukaufen. Es ist die Hölle los. Ich lasse mich jedoch nicht von der Hektik anstecken und schlendere gemütlich durch die Straßen. Ich finde sogar noch eine Badehose, und welch Weltwunder, ich kann mir sogar meine Bilder von der beschädigten Speicherkarte auf eine CD brennen lassen, so dass ich die Karte formatieren konnte. Nun funktioniert sie wieder, jedoch nur mit der Hälfte der Speicherkapazität, aber egal, Hauptsache, ich kann wieder fotografieren. So bin ich gerüstet und mache mich auf den Weg ins alte Shanghai, um dort einen Garten zu besichtigen. Als ich dort ankomme, ist die Hölle los, überall sind Touri-Führer mit Fahnen zu sehen und natürlich noch mehr Leute. Es ist irgendwie komisch in China. Ihre Gärten werden immer hinter hohen Mauern und jeder Menge Shops versteckt. So ist es auch hier, nur, dass der Garten hier auch noch geschlossen ist und die Besuchermassen nur wegen der Shops da sind, unglaublich!
Ich gehe weiter in Richtung Bund und verbringe die Zeit bis zur Dunkelheit damit, die ganzen Lichter auf der anderen Seite in Putong anzusehen. Das Lichtermeer ist leider weniger spektakulär, als ich erwartet hatte. Als es ganz dunkel ist, wird die Fassade eines Hochhauses zum riesigen Bildschirm, auf dem Werbefilme gezeigt werden. So was hatte ich bisher noch nirgends gesehen. Ein echt netter Gag.
Anschließend bin ich durch die hell erleuchtete Einkaufsstraße, die immer noch voller Menschen ist und zu platzen scheint. Am Ende der Straße erreiche ich den Platz des Volkes, von wo aus ich die Metro nehme und Richtung Airport fahre. An der Haltestelle, von der aus die Malev eigentlich zum Airport fährt, brauche ich leider doch noch ein Taxi. Ich gebe dem Taxifahrer mein letztes chinesisches Geld und verbringe die letzten Stunden am Airport. Es ist absolut ruhig, da kaum Leute unterwegs sind, und so verlasse ich China problemlos.