1. Tag (09. Juli 2004)

Rekjavik

Hochland

Es ist mal wieder soweit, es geht erneut auf Reisen. Dieses Mal für knapp 2 Wochen nach Island, in den Nord-Atlantik mit seinen milden Sommern unterhalb des Polarkreises. Die dicken Pullover und viel Vorfreude habe ich heute Morgen eingepackt, bin auf dem Weg zum Flughafen und schon gespannt, wie meine erste Gruppenreise werden wird. Die Leute werde ich nach der Landung in Reykjavik treffen.

Als erstes treffe ich Ole, unseren Tour Guide, und mit der Zeit trudeln weitere sieben Leute ein, die mit dem gleichen Flug hier angekommen sind. Es gibt erst einmal ein kurzes „Hallo“, dann gehen wir zu unserem „Club Waggon“, mit dem wir in den nächsten Tagen unterwegs sein werden. Die Rucksäcke verstauen wir im Anhänger und los geht’s. Wir fahren zuerst nach Reykjavik und holen noch Karin & Brigitte sowie Heiner und Elke ab. Dann sind wir komplett und können auf Tour gehen. Beim Verlassen der Stadt rasen zuerst einmal Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei an uns vorbei und wenige Kilometer später stehen wir fast im Stau. Wer hätte so etwas in Island erwartet? Ole jedoch entschließt sich deshalb, nicht die Hauptstraße weiter zu fahren, sondern biegt ab Richtung Pingvillir, um anschließend über eine Hochlandstraße Husafell anzusteuern. Somit erhalten wir bereits am ersten Tag einen ersten Eindruck vom Hochland. Die Piste scheint nur durch das einfache Planieren mit einer Raupe entstanden zu sein. Die Ausblicke, die sich uns nun bieten, sind schon sehr beeindruckend. Es eröffnet sich der freie Blick auf den Langjökull, einer der drei großen Gletscher Islands. Wir machen Stopp an einem riesigen Steinmann, auf den jeder von uns als Abbitte für eine gute Fahrt durchs Hochland einen weiteren Stein aufschichtet.

Als wir nach einer weiteren Stunde nach Husafell kommen, ist es bereits Abend, jedoch steht die Sonne immer noch hoch am Himmel. Ein seltsames Gefühl, wenn es nie richtig dunkel wird. Wir beziehen kurz unsere Hütte und gehen vor dem Abendessen noch im Freibad schwimmen, welches gleich um die Ecke liegt. Das Wasser ist herrlich warm, und es gibt auch einen Hot Pot, in dem man sich gründlich aufwärmen kann. Wieder zurück stoßen wir noch alle auf meinen Geburtstag an, und ich bekomme sogar noch ein Ständchen. Nach dem anschließenden Abendessen gibt Ole einen Ausblick auf die bevorstehende Tour und ein paar Regeln, damit die Gruppe in den nächsten Tagen funktioniert. Ich glaube, die Tour wird richtig gut werden!