4. Tag (04. November 2003)

Mit Marina zusammen nehme ich heute den Bus nach Victoria. Die atemberaubende Fahrt dauert ungefähr eine gute Stunde und führt entlang der Küste am Flughafen vorbei. Die indischen Tata Busse sind teilweise schon recht alt und in einem ziemlich schlechten Zustand. Dies hindert den Busfahrer jedoch nicht daran voll aufs Gas zu treten, durch die Kurven und über die Kuppen zu brettern, immer knapp an den tiefen Straßengräben entlang. So erreichen wir schließlich Victoria, die mit 30.000 Einwohnern kleinste Hauptstadt der Welt. Wir trennten uns jedoch gleich für zwei Stunden da ich einige Dinge zu erledigen hatte, während Martina mehr Sightseeing machen wollte. So kümmere ich mich um Postkarten, Briefmarken, Kartenmaterial, ein Hotel für meine letzten zwei Nächte vor dem Rückflug und die Fährverbindung nach La Digue wo ich in ein paar Tagen hin will. Es herrscht ein recht reges Treiben und selbst hier stauen sich die Autos wie überall auf der Welt in den Straßen und Gassen.

Anschließend treffen wir uns wieder um zusammen im Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten zu holen. Es gibt alles zu kaufen was für das Leben so notwendig ist, jedoch auch nur, dass was wirklich notwendig ist. Extras wie Süßigkeiten oder die in Europa allgegenwärtige Vielfalt fehlt. Bei diesem Anblick wird einem erst richtig bewusst das dieses Land wirklich alles was es zu kaufen gibt importieren muss und dringend auf die Devisen der Touristen angewiesen ist.

Nach Verlassen des Supermarkts sind wir müde und wollen bei der Wärme kein Sightseeing mehr machen. Somit schnappen wir den nächsten Bus und werden in ebenso rasanter Fahrt wieder nach Takamaka gefahren. Um wieder frisch zu werden war gleich nach der Ankunft eine Abkühlung im Meer nötig.