29. Tag (29. November 2003)

Es ist geschafft! Ich sitze beim Boarding und warte auf meinen Rückflug, nachdem es heute Morgen mal wieder „just in time“ war. Eigentlich wollten sie das Boot ins Guesthouse liefern. Nachdem eine halbe Stunde über die Zeit war klingelte das Telefon und eine Stimme erklärte, dass sie direkt an den Flughafen kommen werden. So machte ich mich auf den Weg zum Airport und checkte bei der Airline schon mal ein. Am ausgemachten Treffpunkt wartete ich dann auf die Modelbauer. In einer halben Stunde sollte bereits Boarding sein und von den Leuten ist immer noch keine Spur zu sehen, bis ich plötzlich ein Auto herfahren sehe. Sie haben wohl noch bis zur letzten Minute daran gearbeitet und das Model war noch nicht verpackt um es mir noch zeigen zu können. Es sieht gut aus! In der Kürze der Zeit suchen wir uns noch vor dem Gebäude einen Platz um es zu verpacken. Ich hatte schon Bedenken ob ich es überhaupt heil transportieren kann, aber die Verpackung scheint recht stabil zu sein um das Model vor Beschädigungen zu schützen. Gleich darauf gehe ich durch den Zoll und komme gerade noch rechtzeitig zum Boarding ins Terminal, als gerade in einer Durchsage auf die einstündige Abflugverschiebung hingewiesen wurde.

Im Flugzeug habe ich wegen meines fragilen Handgepäcks einen Platz mit umbesetzen Nebensitz bekommen damit ich mein Boot dort ablegen zu können, d.h. wir sind nun mit einer Stunde Verspätung in der Luft. Die meisten Leute schauen noch einmal sehnsüchtig aus den Fenstern als wir über Praslin in Richtung Europa abdrehen.

Unter uns erstreckt sich gerade das Rote Meer und ich kann immer noch nicht glauben, dass es jetzt wieder nach Hause gehen soll. An das Klima in den Tropen kann man sich zu leicht gewöhnen, besonders wenn es sich um ein so angenehmes wie auf den Seychellen handelt. Kann den unser Kapitän nicht einfach eine schöne, langgezogene Schleife fliegen??