21. Tag (21. November 2003)

Anse Lazio

Anse Lazio

Anse Lazio

Heute dachte ich das es auch wieder so ein Tag gibt an dem ich mich von hier nicht wegbewegen würde. Dem war aber nicht so, da Sandra und Thomas mich spontan nach dem Frühstück gefragt haben ob ich zur Anse Lazio in den Norden mitkommen will. Sie hatten im Auto noch einen Platz frei. Natürlich habe ich mich gefreut und spontan zugesagt. So sind wir nach dem Einladen von Kind und Kegel die ganze Insel hinauf in den Norden zur Anse Lazio gefahren. Mit dem Auto hat man den Vorteil, dass man bis zum Strand fahren kann, während die letzte Haltestelle des Busses ungefähr einen Kilometer davon entfernt ist und man dann zu Fuß noch über eine Bergkuppe laufen muss.

Da waren wir nun an der berühmten Anse Lazio, einer wirklich traumhaften Bucht, die, wenn es so etwas geben sollte annähernd perfekt ist. In einer leichten Biegung schwingt sich der weiße Sandstrand die Bucht entlang, die auf beiden Seiten von Granitfelsen und üppiger Vegetation eingerahmt wird. Das Wasser ist azurblau, der Strand fällt leicht zum Wasser hin ab und der Sand setzt sich im Wasser bis in große Tiefe fort. Unter ausreichend vorhandenem und wohltuenden Schatten heraus lassen sich die seicht am Strand brechenden Wellen beobachten. Zwischendurch liegen wie einzeln verstreute Kieselsteine große Granitblöcke im Wasser und am Strand. Diese geben der Bucht und der ganzen Szenerie ein verspieltes Flair.

Wir machen es uns unter einen weit ausladenden Laubbaum bequem und es zieht noch kurz ein Schauer vorüber bevor die Sonne wieder vom blauen Himmel lacht. Es sind relativ viele Leute hier, aber es ist noch erträglich. Da ich heute sowieso nicht ins Wasser kann nehme ich mir die Zeit um andere Leute zu beobachten. Als erstes war ein Pärchen mittleren Alters zu sehen welches scheinbar das ultimative Foto machen wollte. Dabei stellte sie sich in den verschiedensten Posen auf, während er sicherlich Hunderte Fotos von ihr machte. Die ganze Sache sah jedoch wenig professionell und deshalb ziemlich komisch aus. Gegen später, und auch eine ganze Zeit lang konnte man einer Familie zuschauen, die über Stunden hinweg wie wild im Sand wohl nach Muscheln gegraben haben. Ziemlich erfolgreich wie die vollen Tüten offenbarten, jedoch an diesem Strand etwas unpassend.

Gegen Mittag essen wir noch eine Kleinigkeit im Bon Bon Plum Restaurant. Wir sind dabei recht froh darüber, dass die Regierung in dieser Bucht bisher keinerlei Hotelbauten genehmigt hat und genießen die entspannte Atmosphäre. Wir verlassen den Strand kurz vor Sonnenuntergang nachdem die Tagestouristen bereits lange weg sind und wir den Strand fast für uns haben. Es ist wunderschön hier und ich werde bestimmt noch mal hierherkommen.